Sonntag, 21. November 2010

Scholtes zum Unterhaching-Spiel

Zum gestrigen Heimspiel des 1. FC Saarbrücken - SpVgg Unterhaching (2:3) möchten wir als Leuchtturm-Redaktion keinen Kommentar abgeben. Darum haben wir unseren Leserbeauftragten Scholtes darum gebeten.

Leistung der Mannschaft:

Muss isch mir das awei anduhn? Also gudd. Isch wor geje kurz vor zwei uff mei Platz, awwa isch glaab da Fußball hat vom Eff-Zeh erschd vill später angefang. Aaach wenn der enne Nico, also de Zimmermann, mol nommo getroff hat. Is jo kenn Stürmer, als bringt jo nix!
Dann wore halt, ma kanns net annerschda ausdrigge, die Außeverteidiger halt e Kopp se klähn. De Otto unn de Forkel sinn zwar nette Kerle, awwa eieiei...
In da zwoot Halbzeit wors irgendwann aach faschd Fußball gewehn. De Pizarro dó hat mol getroff, das wor wenischdends mol e Stürmertor. Wenn ma wei noch jedi Wuch so zirka zwanzisch Minudde Nachspielzeit vom Schiri krinn, dann gebbts vielleicht aach mol zwei Stürmertore pro Spiel.

Leistung des Schiedsrichters:

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(Anmerkung der Redaktion: Wir sind froh, dass Herr Scholtes von dieser Frage Abstand genommen hat. Es hat unserer Tastatur ganz gut getan.)

Leistung der Fanblöcke:

Wei hamma nur noch enna, odda wie wor das? Hann isch net so verfolgt, uff da Vortribühn wor Ende vom Spiel e Stimmung...isch kann da sahn...!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Herrn Scholtes für seine ehrlichen und klaren Worte! Und dafür, dass er die Tastatur noch ganz gelassen hat.

Donnerstag, 11. November 2010

Werder II - War da nicht mal was?

Wenn hier ein Vorbericht aus meiner Feder steht, dann gibt es normalerweise auch einen kleinen statistischen und historischen Überblick, der letzten Spiele des 1. FC Saarbrücken gegen den aktuellen Kontrahenten beschreibt. Bei Werder Bremen II, so möchte man meinen, könnte ich mir das sparen. Von wegen.

Manch einer erinnert sich noch an den 26. August 2001, als der FCS in der ersten Runde des DFB-Pokals nach Bremen musste. Ein leichter Gegner in einer schwierigen Zeit, dachte man damals. Der FCS wollte in dieser Saison den Wiederaufstieg in die Bundesliga anpeilen, aber verlor erst einmal die ersten vier Begegnungen allesamt, um dann Trainer Thomas von Heesen zu entlassen. Der Österreicher Heribert Weber wurde sein Nachfolger und vollbrachte das Kunststück, die lockere Pflichtaufgabe im Pokal bei Bremen II zu verhauen. Und zwar nicht mit einer knappen 1:2-Niederlage, sondern sage und schreibe mit 0:5.

Im Nachhinein lässt sich feststellen, dass der Kader der Bremer an diesem Tage erstaunlich gut besetzt war: Christian Schulz (heute Hannover 96), Enrico Kern (heute Erzgebirge Aue), Tim Borowski (heute in Werders 1. Mannschaft) und Simon Rolfes (heute Bayern Leverkusen) waren damals zwar weitestgehend unbekannt, aber Leuten wie Thomas Stratos, Thomas Winklhofer oder Giuseppe Catizone überlegen. Dann wirkt die Niederlage etwas verständlicher.

Nun ist die Lage sogar erschreckend ähnlich geworden: Werder Bremen II befindet sich zwar in einer Liga mit dem FCS und wird somit automatisch ernst genommen. Dennoch stehen die Bremer auf dem 20. Tabellenplatz, was einen Sieg zu einer Pflichtaufgabe für den FCS, der sich wie 2001 in einer Krise befindet, macht. 2010 ähnelt in den Voraussetzungen zwar unheimlich an 2001, der Unterschied liegt aber im Detail und macht Hoffnung auf einen Auswärtssieg:

  • Der FCS ging nicht mit großmäuligen Ankündigungen in die Saison, sondern hat, auch wegen solcher Spiele wie 2001, gelernt, weniger arrogant bei vermeintlich kleinen Gegnern anzutreten.
  • Der FCS 2010 setzt sich anders als 2001 nicht aus in die Jahre gekommenen Ex-Stars und Legionären zusammen, sondern aus einer Mischung ambitionierter und erfahrener Spieler, denen man selbst in den schlechteren Spielen dieser Saison vollen Einsatz anmerkte.
  • Werder Bremen II ist derzeit längst nicht so stark besetzt wie im DFB-Pokal 2001. Zwar erkämpfte die Mannschaft von Thomas Wolter in Dresden mit neun Mann ein Unentschieden, aber die Ausfälle, wie etwa der von Onur Ayik, treffen Bremen stark.

Vielleicht steht ja in dem nächsten Vorbericht auf dieser Seite, der von Werder Bremen II handelt, ja statt der 2001er Pokalgeschichte: "Werder II, war da nicht mal was? Ja, ein Auswärtssieg am 14. November 2010!"

Montag, 1. November 2010

Zum Rostock-Spiel...

...wollen wir angesichts einer knappen, bitteren Niederlage keinen eigenen Bericht beisteuern, sondern verweisen auf folgende Seiten:

1903-Fanseite: Im Osten nichts neues
Kicker: Forkels Missgeschick lässt Hansa jubeln

Zu den Raubüberfällen auf mehrere Saarbrücker Autobesatzungen können wir eigentlich nur sagen: Wer meint, es folge irgendeinem "Kodex" zahlenmäßig unterlegene, obendrein friedlich gesinnte, Gästefans am eigenen Wagen zu überfallen, hat definitiv mehr als einen Sprung in der Schüssel und einen völlig falschen Ehrbegriff. Dieser Ehrbegriff ist mehr eine Karikatur auf die Zeiten, in denen sich rivalisierende Gruppen im Jugend-Zeltlager gegenseitig die Flagge stibitzt haben. Wer das mit Mitte 20 noch praktizieren will, soll das bitte unter seinesgleichen machen.

Solche Aktionen schaden nicht zuletzt allen Fußball-Fans, die dadurch an Glaubwürdigkeit bei Fan-Aktionen, sei es die Regionalliga-Reform oder die Fanrechte-Demo, verlieren.