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Montag, 23. April 2012

Dementi: Ferner wechselt nicht nach Neunkirchen!

Wir, das FCS-Faktenmagazin Leuchtturm, möchten den Wechsel von Dieter Ferner zu Borussia Neunkirchen dementieren! Ein Redakteur von borussia-online.de hat im Fanblock von einer sicheren Quelle gehört, dass Ferner "bei der Borussia" unterschrieben habe, in der Funktion eines Trainers. Im Kopf des betreffenden Journalisten machte es "Klick" - er dachte direkt an seine Borussia aus Neunkirchen. Gemeint war aber natürlich der Deutsche Meister Borussia Dortmund, dessen Trainer Jürgen Klopp nach zwei Titeln eine neue Herausforderung sucht und vom ehemaligen Saarbrücker Aufstiegshelden und Noch-Sportdirektor Ferner beerbt wird. Ob es Klopp statt seiner in die Hüttenstadt Neunkirchen zieht oder ob er nach der EM Jogi Löw als Bundestrainer beerbt, konnte bei Redaktionsschluss noch nicht ermittelt werden. Wir wünschen Dieter Ferner jedenfalls viel Glück bei der Borussia!

Montag, 23. Januar 2012

Offener Brief an Dieter Ferner

Wir veröffentlichen an dieser Stelle den Offenen Brief zweier langjähriger FCS-Fans an Dieter Ferner. Wir meinen, dass diese Worte sehr gut ausdrücken, wie auch unsere Redaktion derzeit empfindet.


OFFENER BRIEF

An

Dieter Ferner


Hamburg und Saarbrücken, den 22. Januar 2012



Lieber Dieter Ferner,

als Anhänger des 1. FC Saarbrücken ist man Verdruss gewohnt. Auf kurze Phasen der Erholung folgen meist lange Passagen des Verdrusses und der Agonie. Dreieinhalb Jahre lang hatte diese leidvolle Geschichte einen schönen Aussetzer. Und das soll nun bald vorbei sein?

Seit 1963 sind wir Fans des Vereins, und stehen daher im 50. Jahr unserer Anhängerschaft. Wir erinnern uns noch gut an Ihre trefflichen Torwartjahre und damit an eine erfreuliche Zeit. Als Trainer und Sportdirektor waren Sie, mit Verlaub, sogar noch besser. Eine ungewohnte Epoche der Klarheit, Bescheidenheit und des seriösen Auftritts begann, als Sie sich im Augenblick der größten Not bereitfanden, sich des blauschwarzen Scheinriesen anzunehmen.

Sie ließen saarländische Fußballer spielen, die schon nicht mehr damit rechneten, je für die erste Mannschaft auflaufen zu dürfen. Das war ungewohnt. Und wenn Sie andere anwarben, so erschienen nicht die üblichen Verdächtigen, Abgehalfterte von Weither, die kaum mehr als eine halbgare Vergangenheit vorzuweisen hatten, sondern Fußballer mit Zukunft. Das war noch ungewohnter. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und freuten uns wie Schneekönige über die überraschenden Aufstiege, die nicht mit Geld allein bezahlt waren.

Es gab auf einmal überhaupt keinen Grund mehr, sich zu fürchten, wenn gute Spieler den Verein verließen. Mann, Zimmermann und Zeitz wollten weg, eine ganze hoch begabte Mittelachse, und jeder andere hätte den Untergang des Abendlandes beschworen. Sie nicht. Da draußen fanden sich genug Unerkannte, die für vernünftiges Geld nach Saarbrücken kamen, darunter grandiose Leute wie Marius Laux, der in Offenbach kaum gut genug zu sein schien, um auf der Bank zu sitzen, oder Ziemer, dem es in Wehen auch nicht besser ging.

Natürlich merkten wir, dass der unbedingte Wille zum Aufstieg nachließ, nachdem Sie aufgehört hatten, Trainer zu sein. Aber eine begabte und sympathische Mannschaft haben wir immer noch, wenn auch die Zahl der Gnadenbrotfußballer wieder zunahm, während die einheimischen Talente seltener wurden, ohne ganz auszusterben.

Wie dem auch sei: eine solche Reihe ungetrübter Jahre hat es ewig nicht gegeben. Wir, die treuen Fans des 1. FC Saarbrücken, wissen sehr wohl, wem wir die köstlichen Freuden des Aufschwungs verdanken, und das wird uns unvergesslich sein. Denn wir wurden nicht länger ausgelacht für unsere Zuneigung zu einer notorisch fehl gesteuerten Skandalnudel in der Hand provinzieller Profilneurotiker, denen nicht nur die Ahnung von Fußball abgeht, sondern auch die Liebe zum Sport.

Umso bitterer, dass Sie Ihre Arbeit nun nicht zu Ende führen, bis der Verein mindestens in der zweiten Liga angekommen ist, eine intakte Mannschaft besitzt und ein zeitgemäßes Stadion: für Sie ist das bitter, weil Ihr Werk nicht zu Ende geführt ist, und für uns sowieso, die wir unser Herzblut geben und unsere ohnmächtige Leidenschaft.

Sicher ist: Sie werden eine Menge Fans zurück lassen, auch wenn Ihre Rückkehr ans Ruder des Vereins ebenso unwahrscheinlich ist, wie die ins Tor. Aber wie wäre es denn als Präsident? So viel zu erkennen ist, wird Kompetenz dort dringend gebraucht.

In jedem Fall sind wir um eine Illusion ärmer, eine zarte Hoffnung, einen unverhofften Traum. Ernüchtert wünschen wir den verbliebenen Verantwortlichen eine gute Hand.

Aber wir zweifeln daran, denn es sieht beim besten Willen nicht danach aus.


Ralph Schwingel, Filmproduzent, Hamburg

Oliver Weber Hartmann, Regierungsangestellter, Saarbrücken

Mittwoch, 18. Januar 2012

Kommentar: Zwei Halbe sind kein Ferner

von Carsten Pilger

Luginger bleibt, Ferner geht. Dürfte bei vielen FCS-Fans erste Meldung zu einem erleichterten Durchschnaufen verholfen haben, so lässt alles, was danach kommt, nur Verzweiflung zurück. Der Mann, der wie kein Zweiter am Wiederaufstieg, und das ist nicht nur sportlich gemeint, beteiligt war, verlässt den Verein nach vier Jahren erneut. In der offiziellen Stellungnahme werden „persönliche Gründe“ für Ferners Entscheidung angeführt, laut Saarbrücker Zeitung stand der Abgang schon vor der Mitgliederversammlung im November fest.
Fragen über Fragen bleiben, die Spekulation über mögliche Konflikte zwischen Ferner und Vereinsfunktionären, die der Grund für den Abgang sein sollen. Die entscheidende Frage ist, ob sich der Verein wirklich in eine gute und zukunftsfähige Richtung entwickelt, wenn ein konstanter, tüchtiger und vernünftiger Arbeiter wie Ferner aus persönlichen Gründen seinen Vertrag nicht verlängern will. Der scheidende Sportdirektor selbst schweigt zu allem und nutzt seine Entscheidung nicht als Bühne , um gegen andere öffentlich auszuteilen. Auch das zeichnet den Mensch Ferner aus.
Ein Armutszeugnis dagegen die Reaktion der Vereinsspitze – und da muss man sich nicht einmal auf Spekulationen und Gerüchte einlassen. Laut SZ sollen nämlich Vizepräsident Harald Ebertz und Trainer Luginger sich künftig die Aufgaben des Sportdirektors teilen. Das ist ein Schritt zurück, wenn nicht sogar eine nachträgliche Abwertung der Arbeit Ferners. Lugingers Arbeitsplatz ist auf dem Trainingsplatz und am Seitenrand, eine teilweise Übernahme von Ferners Aufgaben kostet weitere Ressourcen. Ebertz ist als Vizepräsident zwar schon früher zu Oberligazeiten auch mit sportlichen Kompetenzen betraut wurden, dürfte aber in der heißen Phase eines Stadionneubaus und anderer Weichenstellungen im Verein nur schwierig die Rolle eines Sportdirektors ausüben können. Zwei halbe Sportdirektoren machen noch keinen Dieter Ferner.

Montag, 21. Juni 2010

Der DFB antwortet – knapp und ausweichend

Unsere Aktion “Lasst Dieter Trainer sein!” mobilisierte 293 Unterstützer, darunter den SC Friedrichsthal, als Befürworter einer Reform der DFB-Statuten. Nicht nur Dieter Fernern, sondern allen Trainern in ähnlicher Situation, die zwar jahrelang erfolgreich ihren Beruf ausgeübt haben, aber keine Fußball-Lehrer-Lizenz besitzen, sollte unser Vorschlag zugute kommen. Ein Leser aus den USA hatte diesen Vorschlag zum neuen Gesetzes-Text an uns geschickt:

“Ein etablierter Fußballmannschaftstrainer ohne Lizenz, der bereits das fünfundfünfzigste (55) Lebensjahr vollendet hat, erfolgreich eine Mannschaft trainiert und zum Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse führt, erhält auf Antrag die Trainerlizenz für jede jeweils nächst höhere Spielklasse. Die Erteilung der Lizenz bleibt dem Deutschen Fußballbund vorbehalten.”
Außer einer Antwort von Horst Zingraf (BDFL), der den Beitrag unserer Aktion zur Debatte lobte, regte sich wochenlang nicht – vor allem beim Deutschen Fußball-Bund. Nach wiederholter Aufforderung unsererseits nach einer Stellungnahme aus Frankfurt, die nur von einem anonymen “DFB-Team” unterzeichnet ist:

Sehr geehrter Herr Pilger,

Herr Ferner hat sich bei uns nicht zum Fußballlehrerlehrgang angemeldet und der FCS mittlerweile mit Herrn Luginger einen neuen Trainer verpflichtet, während Herr Ferner künftig den Posten des FCS-Sportdirektors übernimmt. Ihr Thema ist somit von den Geschehnissen der letzten Wochen überholt worden und nicht mehr aktuell.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DFB-Team
An sich mag das DFB-Team zwar recht behalten. Stillos ist es allerdings, unseren konstruktiven Vorschlag mit knappen Worten abzuspeisen. Wir können nur darüber spekulieren, ob den Damen und Herren die Lust fehlte. Wäre angesichts der WM noch verständlich.

Gute Werbung macht man für sich damit aber nicht. Deswegen verweisen wir gerne auf die Aktion “Pro-Regionalliga-Reform-2012″, die wir für unterstützenswert halten. Und da diese Aktion bereits die Unterstützung von sieben Vereinen, darunter Trier und Darmstadt, findet, werden die Frankfurter da wohl gezwungen sein, mehr als nur einen Vierzeiler als Antwort zu geben.

Samstag, 29. Mai 2010

Erste Antwort auf "Lasst Dieter Trainer sein!"

Vor zwei Wochen veröffentlichten wir an dieser Stelle einen Offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und an den Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL). Darin forderten wir eine Ausnahmeregelung für Dieter Ferner, der in Liga 3 keine Trainerlizenz mehr besitzen würde.

Insgesamt schlossen sich uns 293 Unterstützer an (zuletzt auch Ferners ehemaliger Klub SC Friedrichsthal), die den Brief unterzeichneten. Neben einigen Erwähnungen in den Medien können wir nun die erste Antwort vorzeigen. Sie stammt vom Präsidenten des BDFL, Horst Zingraf. Zingraf war, wie Dieter Ferner, als Torhüter und Trainer beim 1. FC Saarbrücken aktiv.

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion “FCS-Leuchtturm”,

ich bin seit 01.07.1969 Mitglied des 1.FCS und habe mit Ihnen mit großer Begeisterung die Leistung der Mannschaft und die des dafür verantwortlichen Trainers verfolgt. Dieter Ferner besitzt die Sympathie und die Anerkennung aller seiner Kollegen im Bund Deutscher Fußball Lehrer.

Anerkennung verdient aber auch die Vereinsführung, der es gelungen ist, in kürzester Zeit mit Jürgen Luginger einen kompetenten Cheftrainer zu verpflichten und darüberhinaus Dieter Ferner als Sportdirektor so einzubinden, dass sein Wissen und seine Erfahrung weiter genutzt werden können . Die Strukturen des FCS sind so professioneller geworden.

Anerkennung auch für die Redaktion “FCS Leuchtturm” für die Qualität und das Niveau der Auseinandersetzung mit diesem emotionellen Thema.Sie haben zur Versachlichung der Diskussion beigetragen.

Erste Weichen für eine gute Saison sind damit gestellt.

Wir wünschen dem FCS bei den noch anstehenden Aufgaben eine glückliche Hand und viel Erfolg!

Horst Zingraf

Präsident
Bund Deutscher Fußball Lehrer


Da der FCS mit Jürgen Luginger einen neuen Trainer verpflichtet hat, hat sich unser Anliegen damit erledigt. Wir werden eine Antwort des DFB, sollte diese noch erfolgen, nachreichen. Ob es an dem drohenden, schlechten Abschneiden der Nationalelf bei der WM liegt, dass sich die DFB-Pressestelle Zeit lässt, darf gemutmaßt werden.

Freitag, 21. Mai 2010

Wir schließen die Aktion ab!

Wir bedanken uns bei den 292 Unterzeichnern und schließen damit unsere Aktion ab. Auch wenn der Beitrag wohl ein symbolischer sein wird, werden wir im Laufe des Tages den Brief mit der Liste der Unterzeichner an den DFB und den BDFL senden.

Zudem haben wir die Anregung eines Lesers aus den USA übernommen und eine mögliche “Lex Ferner” in den Brief aufgenommen, die aus unserer Sicht einen konstruktiven und angemessenen Vorschlag an den DFB darstellt. Wenn wenigstens die Beschäftigung mit Alternativen damit angetrieben wird, war diese Aktion nicht umsonst.

Montag, 17. Mai 2010

Zwischenstand: Lasst Dieter Trainer sein!


Seit knapp 16 Stunden steht der offene Brief des Leuchtturms online. Seit dieser Zeit ist die Kommentarspalte auf ludwigspark.de sprichwörtlich am Explodieren. Auch findet eine E-Mail nach der anderen den Weg in unser Postfach - Zeit für ein Zwischenfazit!

Nach aktuellem Stand (20.15 Uhr) haben bereits 125 Personen den offenen Brief unterzeichnet - darunter kamen Einsendungen aus Finnland, Österreich und sogar Brasilien. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Doch wir sind noch nicht fertig - jede weitere Unterstützung ist wichtig. Sammeln Sie weiterhin Unterstützung und helfen Sie Dieter, in der kommenden Saison in Saarbrücken - und nicht in Köln - Trainer zu sein.

Mittlerweile ist der SR auf unsere Kampagne aufmerksam geworden. Hier finden Sie den aktuellen sr-online Bericht auf der Startseite. Wir werden die nächsten Tage stets über den aktuellen Stand unserer Kampagne berichten - Unterstützen Sie uns weiterhin mit Mails und Kommentaren auf ludwigspark.de und über redaktion@fcs-leuchtturm.de!

Offener Brief: Lasst Dieter Trainer sein!




Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie wissen, steigt zur Saison 2010/2011 der 1. FC Saarbrücken als Meister der Regionalliga West in die recht junge 3. Liga auf. Solch ein Erfolg wäre zu Saisonbeginn sicher undenkbar gewesen, war selbiger Verein gerade erst aus der Oberliga Südwest aufgestiegen und eher schlecht in die neue Spielzeit gestartet. Dass der Verein dennoch zu Saisonende den zweiten Aufstieg hintereinander feiern konnte, ist für uns eng mit einem Namen verknüpft: Dieter Ferner.

Dieter Ferner, Ex-Bundesligatorhüter für den FCS, hat den Verein im Jahr 2008 in der Fünftklassigkeit als Cheftrainer übernommen. Es war die bitterste Stunde des 1. FC Saarbrücken, in der nur dieser Mann den nötigen Fachverstand mitbrachte, dem FCS zu helfen, und gleichzeitig auch noch höchste Akzeptanz seitens der Zuschauer erfuhr. Zwei Jahre später können wir sagen, dass wir ohne diese Personalie wohl heute noch immer in der Oberliga antreten würden.

Der näherrückende Aufstieg brachte uns jedoch eine bittere Erkenntnis ein: Dieter Ferner besitzt nicht die erforderliche Trainerlizenz, um in Liga 3 weiterhin jenes Amt zu begleiten, in welchem er zwei Jahre erfolgreiche Arbeit leistete. Der 1. FC Saarbrücken steht nun vor der Wahl: Entweder kommt ein neuer Trainer oder Dieter Ferner muss zum Trainerlehrgang.

An dieser Stelle setzt unser Anliegen an Sie als Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Bunds Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) an. Wir bitten Sie, Dieter Ferner eine Sondererlaubnis zu erteilen, sodass dieser weiterhin Trainer des 1. FC Saarbrücken sein darf, auch ohne die erforderliche Lizenz.

Zunächst sprechen natürlich auch einige Gründe gegen unsere Bitte. Der Fußball beruht als Sportart auf dem Grundsatz, dass für alle Teilnehmer die gleichen Regeln gelten, ob auf oder neben dem Platz. Da hat jede Ausnahmeregelung einen gewissen Beigeschmack und lädt zu sportlicher Missgunst und dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung ein. Da Dieter Ferner nicht die erforderliche Erlaubnis erworben hat, einen Verein in der 3. Liga zu trainieren, wäre es anderen Trainern ohne Schein gegenüber unfair, eine Ausnahme zu erlauben.

Tatsächlich überwiegen jedoch die Argumente, die für eine "Lex Ferner" sprechen:

- Dieter Ferner ist kein Quereinsteiger in den Trainerberuf, sondern verfügt über eine jahrelange Erfahrung als Übungsleiter in verschiedenen Ligen.
- Dieter Ferner ist bereits 61 Jahre alt. Es stellt sich die Frage, ob in diesem Alter noch der Trainerlehrgang, der vor allem auf junge Teilnehmer und Ex-Bundesligaspieler ausgerichtet ist, dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht.
- Wo Dieter Ferner als Trainer arbeitete, erledigte er seine Arbeit nicht nur gewissenhaft, sondern auch äußerst erfolgreich. Dafür spricht der mehrfache Gewinn des saarländischen Verbandspokals (mit Saarbrücken II und Kutzhof), die Meisterschaft in der Verbandsliga Saar (Saarbrücken II und Kutzhof), die Meisterschaft in der Landesliga Südwest (Friedrichsthal) und natürlich die beiden jüngsten Aufstiege des 1. FC Saarbrücken.
- Ferner arbeitet nicht nur erfolgreich, sondern integriert seit Jahren erfolgreich vor allem junge Spieler in die Mannschaft. Nicht weniger als 19 Spieler des Kaders der Saison 2009/2010 waren in ihrer Jugendzeit für den 1. FC Saarbrücken aktiv. Einigen Spielern wie Manuel Zeitz, Alexander Otto oder Lukas Kohler gelang sogar der nahtlose Übergang aus der Jugend in die Stammelf der ersten Mannschaft.
- Gerade die jungen Spieler profitieren nur von ihrem Trainer Ferner, wenn er in Saarbrücken auf dem Trainingsplatz steht. Und nicht, wenn er in Köln die Schulbank drücken muss.
- Sportlich hat die Mannschaft die Qualifikation zur 3. Liga errungen. Das heißt konsequenterweise auch, dass auch der Trainer sich damit für die 3. Liga qualifiziert hat.

Wie sie sehen, beherrscht Dieter Ferner das Trainerhandwerk wie kein Zweiter in Saarbrücken - ein Grund, weshalb er seit zwei Jahren ununterbrochen im Amt ist. Sie können sich sicher vorstellen, dass es nicht nur die Mannschaft, sondern auch den gesamten Verein vor eine Zerreißprobe stellen würde. Gerade das wollen wir vermeiden, da wir Dieter Ferner als einen der zentralen Pfeiler des Erfolgs und Wiederaufbau des Vereins sehen.

Ein Unterstützer dieser Aktion aus den USA hat sich bereits Gedanken über den Text einer möglichen Ausnahmeregelung für Trainer wie Dieter Ferner gemacht. Vielleicht würde ein Passus dieser Art für mehr Fairness sorgen:

“Ein etablierter Fußballmannschaftstrainer ohne Lizenz, der bereits das
fünfundfünfzigste (55) Lebensjahr vollendet hat, erfolgreich eine Mannschaft
trainiert und zum Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse führt, erhält auf
Antrag die Trainerlizenz für jede jeweils nächst höhere Spielklasse. Die
Erteilung der Lizenz bleibt dem Deutschen Fußballbund vorbehalten.”


Schon einmal gab es den Fall, dass ein anerkannter und erfolgreicher Trainer Probleme damit hatte, dass er nicht die erforderliche Lizenz besaß, um in den oberen Ligen Deutschlands Vereine trainieren zu dürfen. Es handelte sich um Rinus Michels, Erfinder des "Totalen Fußballs", der 1980 beim 1. FC Köln anheuerte. Nach einiger Zeit siegte bei den damaligen Vertretern des DFB die Vernunft und Michels durfte das sein, was er am besten konnte: Trainer einer Fußballmannschaft. Wir hoffen, dass sich auch im Jahre 2010 erneut die Vernunft durchsetzt und appellieren an Sie:

Bitte, lassen Sie Dieter Ferner Trainer sein!

Mit sportlich-fairen Grüßen


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Wer diesen Brief unterzeichnen möchte, der kann:

- entweder hier oder auf ludwigspark.de in den Kommentaren unterzeichnen (am besten natürlich mit vollem Namen und Ort, auch wenn das keine zwingende Voraussetzung ist)
- oder uns eine E-Mail an redaktion -at- fcs-leuchtturm.de (Das "-at-" bitte durch @ ersetzen!) schreiben.

Den Brief plus Unterschriftenliste werden wir nach Ende der Sammlung dem Deutschen Fußball-Bund und dem Bund Deutscher Fußball-Lehrer zukommen lassen.

Sonntag, 16. Mai 2010

Start der Kampagne "Lasst Dieter Trainer sein!"

Schon vor einigen Wochen kündigte sich das Problem an, mit dem Aufstieg wird es akut: Dieter Ferner besitzt nicht die erforderliche Lizenz, um in Liga 3 Trainer sein zu dürfen. Aus diesem Grund hat sich der Leuchtturm dazu entschlossen, eine Kampagne unter dem Motto "Lasst Dieter Trainer sein!" zu starten. Unser Ziel ist es, dass der FCS in die Saison 2010/2011 mit Dieter Ferner als Trainer geht. Und dass dieser nicht die meiste Zeit seiner eigentlichen Trainertätigkeit bei einem Lehrgang in Köln verbringt.

Weitere Infos gibt es morgen hier und auf ludwigspark.de!