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Mittwoch, 6. April 2011

Scholtes zu Aalener Verschwörungstheorien

Der 1. FC Saarbrücken gewinnt in letzter Minute durch den "lucky shot" von Lukas Kohler gegen schwache Aalener. Dennoch bleiben Fragen offen: War der Sieg nur aufgrund der Schiedsrichterleistung möglich? Liegt Betrug vor? Leuchtturm-Leserbeauftragter und Betrugsexperte Scholtes stand Rede und Antwort:

Leuchtturm (LT): Waren Sie beim Spiel gestern, Herr Scholtes?

Scholtes (S): Jóo, wo sunschd?

LT: Egal! Es kursieren einige Gerüchte, dass die Spielleitung gestern nicht ganz auf der Höhe ihrer Fähigkeiten war...

S: Jóó, ich hanns geles. Der beschd Schiri wor der Bub jetzt net, awwa Betrug...Betrug...nee, so ebbes doch net.

LT: Wie sehen Sie die Schiedsrichterleistung?

S: Grenzwertisch, awwa kenn Betrug. Es 2:1 für Aalen wor e klaar Abseitstor, dóó solle die mol net rumheile! Der hat die Fehler uff beide Seite gemacht.

LT: Aus Aalen heißt es, dass der Schiedsrichter das Spiel zu früh und ohne Nachspielzeit abgepfiffen habe.

S: Jetzt mol ernschdhafd: So eine Frechheit hann ich noch nie erlebd! Seit Ende vunn da erschd Halbzeit hat Aalen nix meh gedóhn, außer bei Abstöße de Ball zehnmol korrekt hinzulegen! Unn in da zwoot Halbzeit noch schlimmer...

LT: Also sehen Sie Zeitspiel bei Aalen?

S: Zeitschbill? Unnatriew! Die hann mir mei deier bezahlte Inntrittskart zu erstatte! Für den Dreck, dass der Tormann nóó em gefangene Ball noch zehnmol wie en trächtig Elefantedame iwwer de Platz rollt unn dann gemütlich sei Abschlag macht? Das soll sich mol de Enver Marina erlaube, ich würd dem mol im Sportfeld die Meinung geige!

LT: Sehr harsche Worte. Wäre nicht Nachspielzeit fair gewesen?

S: Ei wofier dann? Dass der Enni nóó seiner Gelb-Rodi Kart mennt, er müsst in Zeitlupe runnergehn? ... (unverständliches Gemurmel) ... mei Nerve. Die hätte das geschdern aach net mit zwölf Leit gewunn, die Aalener! Meh als denne Libero mit de lange Hoor, der als emol e Koppball gebrung hat, wor dóó doch net! ... (erneut unverständliches Gemurmel) ...

LT: Im Aalener Fanforum kursieren auch Verschwörungstheorien, wie etwa dass der FCS bei der Bundesligasaison 63/64 bevorzugt worden wäre. Was sagen Sie als Saarbrücker Urgestein dazu?

S: Jóó, der schreibt dóó, der Eff-Zeh wär gegeniwwa denne Pälzer (Anmerkung der Red.: der 1. FC Kaiserslautern ist gemeint) bevorzugt genn. So e Kappes! Die Lautrer ware doch aach mit dabei 1963 in der erschd Bundesliga. Awwa vermutlich hann die in Aalen so ebbes wie die Bundesliga dóó noch net kannt. Iwwarischens is de Eff-Zeh dóómols, wie aach heit, NUR benachteilischt genn!

LT: Also sehen Sie keinen Betrug?

S: Héégschdens vom Aalener Tormann an de Zuschauern. Erschd die Zeit verschbille unn dann, wenn kenn meh dóó is den Schuss vom Kohler net halle. Selbschd schuld! Jetzt brauch ich mei Droppe....

LT: Vielen Dank für das Gespräch!

Freitag, 18. Februar 2011

Antwort des OFC-Fanradios

Das OFC-Fanradio hat den Offenen Brief unseres Leserbeauftragten "Scholtes" beantwortet. Dies möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

Liebe Kollegen,

vielen Dank für Euren offenen Brief, dieser hat bei aller Ernsthaftigkeit rund um die Geschehnisse, die Situation, wie ich finde, ebenso amüsant, wie auch absolut treffend beschrieben. Und das man mittlerweile auch wieder darüber schmunzeln kann, sollte die „Völkerverständigung“ erleichtern.

Und in der Tat, so wie der Mann im gelben Trikot, konnte auch mein Kollege Hansi am Dienstag nicht seinen allerstärksten Auftritt innerhalb seiner Fanradio-Karriere verzeichnen. Es war ja bereits in der Reportage zu vernehmen, dass ich einiges davon relativiert habe. Hansi hat sich jedoch mehrfach dafür entschuldigt und damit sollte es dann auch irgendwann mal gut sein.

Mein schärfste Aussage, für die ich auch nicht unbedingt den Pulitzer-Preis aus den Händen der FCS-Fans erwarte, war, „die Saarbrücker Zuschauer sind noch dümmer, als ihre Spieler“. Was Ihr ja nicht sehen (wenn Ihr gewollt hättet, jedoch hören) konntet, vor uns stellen sich Saarbrücker Fans auf (wohlgemerkt auf den Presseplätzen) sodass wir nicht mehr aufs Spielfeld sehen können. Mit hämischen Gesten können wir umgehen aber massive Drohgebärden während einer Liveübertragung, das war schon eine Situation, die uns das Fürchten um uns und unsere Technik geleert hat. Soviel zur Aussage in Richtung „der“ Zuschauer, was natürlich nicht bedeutet „die Saarbrücker Zuschauer“. Es war nicht meine Absicht zu verallgemeinern, im Gegenteil, es ging um „das Volk“ (so habe ich es ja später auch nochmal bezeichnet), welches uns massiv bedroht hat. In Richtung Spieler war natürlich Lerandy gemeint, und da sind sich ja auch alle FCS-Fans in Euren Foren einig, dass er, zumindest an diesem Tag, ein von Euch gefeierter Betrüger war.

Wir haben mittlerweile mehr als 200 Livereportagen (darunter Derbys, Abstieg usw.) produziert und das OFC-Fanradio genießt deutschlandweit höchstes Ansehen. Beinahe jede Woche erhalten wir zahlreiche, manchmal zig oder sogar hunderte von Mails aus dem gegnerischen Lager, die uns immer wieder höchste Anerkennung zollen. Es heißt immer wieder, sie sind parteiisch aber fair und fachlich sowie vom Unterhaltungswert absolut perfekt. Nun gut, ich sehe es Euch nochmals nach, dass uns am Dienstag keine ähnlichen Mails aus Eurem Lager erreicht haben ;-)

Also, was bleibt? Ihr habt die Punkte und durftet Euch, so lese ich es in Euren Foren, köstlich amüsieren und wir werden auch ohne Wulnikowski & Occean am Samstag siegen und eine dem OFC-Fanradio würdige Livereportage produzieren….übrigens, ohne Hansi, dafür aber mit Lutz Kammermeier und Marcel Reich Ranicki J Da ihr ja zeitgleich spielt, habt Ihr wohl eher nicht das Vergnügen wieder live bei nuns dabei zu sein aber wie das mit dem Podcast funktioniert das wisst Ihr ja jetzt…. ;-)

Rot-weiße Grüße in den Ludwigspark und alles Gute im Kampf um den Klassenerhalt!

Lars Kissner
OFC-Fanradio

Donnerstag, 17. Februar 2011

Brief von Scholtes ans OFC-Fanradio

Liebes OFC-Fänradio,

bei dem Brief versuchen isch mol, entgegen meiner annere Schreiwen, die meischdens uff der Seid vom Fänmagazin „Leuschdurm“ erscheine, en klein wenischd mehr Hochdeutsch se schwätze. Awwa gudd, als isch eier Sendung geheert hann: So vill Hochdeutsch schwätzen Ihr jetzt aach nommo net. Also sollde mir uns gudd verstehe!

In meiner Funktion als „Leserbeufftragder“ soll ich jó vornehmlisch das FCS-Fänzein kritisiere, awwa die wollde jetzt, dass isch was zum OFC-Fänradio sahn. Isch bin dann hingang unn hann mir die Sendung uff Eurer Webseid angeheert. Unn jó, verkehrt isses jó net, Fäns kommendiere für Fäns, ganz schöni Sach, awwa wie Ihr dann mit de Fans vom Eff-Zeh, also em Gegner umgehen, is schon en annere Sach.

Wenn man dó ab der zweite Halbzeit so Dinger loslässt wie:

„Ich habe noch nie eine Mannschaft so etwas gewünscht wie den Saarbrückern, nämlich nur Scheiße! […] da jubeln die hier auch noch!“

„Das is Betrug vom Feinsten!“

„Die Zuschauer strahlen über alle vier Backen, die sie hier haben … die haben keinen Grund zum Strahlen.“

„Und die Saarbrücker Zuschauer sind noch dümmer als die Spieler […] ist das ein Volk hier!“

„Komm sei doch glücklich dumm!“

Ganz ehrlisch: „Hansi heer uff!“, hat am Ende enner von Euch noch gesagt. Stimm isch jó zu, awwa das hätt er aach gudd noch zu sich selbschd sagen können.

Emotionen, Entschuldigungen unn so weiter hann Ihr immer wieder betont, um so Beleidigungen wie oben zu rechtfertige. Gudd, kann ma mache, is vielleicht ganz sinnvoll, nur: Hann Ihr Euch net mal gefragt, warum vielleicht die Saarbrücker Fäns irgendwann e klein wenisch sauer geworden sind? Also isch persönlich bin jo viel Geschrei vom Fußballplatz heer gewohnt, awwa normal losst sich dó net jeder alles gefallen.

Unn mich würd’s auch mol interessiere, wie die Zuschauer am Bieberer Berg reagiere würde, wenn vor ihne zwei Fänradio-Moderatore anfangen den Heimfäns „Scheiße“ zu wünsche oder sie als dumm zu bezeichnen. Wär das dann aach mit Emotione zu entschuldige? Isch persönlich glaab jo net, dass die Offenbacher dann hingehen unn sagen:
„Uns macht das nix aus, wenn Ihr uns dumm nennt, macht ruhig weiter!“

Die Redaktion vom „Leuschdurm“, die Leut dó, das sinn jó alles Studente, die wo lieber diskutiere unn nix mit Schlägerei unn so hann, halt annerschd uffgewachs als mir noch früher, die hann zu mir gemeint, dass bei nem Streit es „immer zwei Seiten“ gibt. Vielleicht hann se dómit recht – wenn aach sonschd mit garnix.

Deswege verbleibe isch mit besten, blauschwarzen Grüßen aus der Landeshauptstadt und der Idee, dass na vielleicht beim nägschde Mol im Ludwigspark, was jó ansteht, wenn Euer Mannschaft net ball die Kurv kritt, en bissje ruhiger in die Sache reingehn – unn net grad de Hansi vorbeischicken.

Euer Scholtes

Sonntag, 30. Januar 2011

Scholtes zum Jena-Spiel


Zum gestrigen Heimspiel des 1. FC Saarbrücken - Jena (1:3) möchten wir als Leuchtturm-Redaktion keinen Kommentar abgeben. Darum haben wir unseren Leserbeauftragten Scholtes darum gebeten.

Leistung der Mannschaft:

Beschder Mann om Platz fier mich jo de Alex Otto: Zwei Tore vorbereitet unn dann noch selwa enns geschoss! Unn der neie Krause hat mimm Giuseppe Pizarro halt gudd vor em Jena-Tor mitverteidigt. Passt jo aach zu denne Jena-Farbe, wo mir geschdern drin geschbillt hann!

Auswechslungen des Trainers:

Am beschde hätt er sich noch selbschd ausgewechselt.

Leistung des Schiedsrichters:

Wor ganz in Ordnung, bis uff die Rot Kart. Die hätt er misse friehjer zeije unn zwar em Alex Otto. De Trainer wor jo zu bleed, den mol auszuwechseln! Sonschd halt in Ordnung, weil ohne die zwanzisch Freistöß jo aach kenner rinngang wär.

Leistung des/der Fanblocks/Fanblöcke:

Hann ma wei enna oder zwei? Jedefalls gab's aus dem enne nix außer mol laut irgendebbes mit Jena, der annere hat nur so scheiß Böller geschmiß. Hann sich halt da Mannschaft vom Niwo heer angepaßt.

Sonntag, 21. November 2010

Scholtes zum Unterhaching-Spiel

Zum gestrigen Heimspiel des 1. FC Saarbrücken - SpVgg Unterhaching (2:3) möchten wir als Leuchtturm-Redaktion keinen Kommentar abgeben. Darum haben wir unseren Leserbeauftragten Scholtes darum gebeten.

Leistung der Mannschaft:

Muss isch mir das awei anduhn? Also gudd. Isch wor geje kurz vor zwei uff mei Platz, awwa isch glaab da Fußball hat vom Eff-Zeh erschd vill später angefang. Aaach wenn der enne Nico, also de Zimmermann, mol nommo getroff hat. Is jo kenn Stürmer, als bringt jo nix!
Dann wore halt, ma kanns net annerschda ausdrigge, die Außeverteidiger halt e Kopp se klähn. De Otto unn de Forkel sinn zwar nette Kerle, awwa eieiei...
In da zwoot Halbzeit wors irgendwann aach faschd Fußball gewehn. De Pizarro dó hat mol getroff, das wor wenischdends mol e Stürmertor. Wenn ma wei noch jedi Wuch so zirka zwanzisch Minudde Nachspielzeit vom Schiri krinn, dann gebbts vielleicht aach mol zwei Stürmertore pro Spiel.

Leistung des Schiedsrichters:

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(Anmerkung der Redaktion: Wir sind froh, dass Herr Scholtes von dieser Frage Abstand genommen hat. Es hat unserer Tastatur ganz gut getan.)

Leistung der Fanblöcke:

Wei hamma nur noch enna, odda wie wor das? Hann isch net so verfolgt, uff da Vortribühn wor Ende vom Spiel e Stimmung...isch kann da sahn...!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Herrn Scholtes für seine ehrlichen und klaren Worte! Und dafür, dass er die Tastatur noch ganz gelassen hat.