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Freitag, 9. August 2013

Was ist eigentlich ein Derby?

Auf unserer Facebook-Seite haben wir heute Morgen eine Diskussion um die Betitelung des Spiels gegen Elversberg am kommenden Samstag losgetreten. Kann die Begegnung tatsächlich als "Saar-Derby" bezeichnet werden? Hierzu - das zeigen die Kommentare auf Facebook deutlich - gehen die Meinungen weit auseinander. An die Diskussion anschließend hat sich unser Redakteur und Fotograf Dennis Merl mit dem Derby-Begriff näher auseinander gesetzt. Der Artikel erscheint parallel auch auf Oldforest.de.


Für den 1. FC Saarbrücken steht die Begegnung gegen die SV Elversberg vor der Tür, die von der Presse nur als "Saar-Derby" bezeichnet wird. Doch ist dieses Spiel überhaupt ein Derby? Was ist überhaupt ein Derby? Und welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Spiel zu einem Derby wird?

Zuschauer

Es ist durchaus möglich, dass der FCS die beste Heimspielkulisse der Saison gegen Elversberg haben wird. Der Verein rechnet offiziell mit 6.000 Zuschauern. Ich denke, es werden mehr - etwa 8.000. Vor allem neutrale Zuschauer werden sicherlich das Spiel im Ludwigspark verfolgen.
Doch auch wenn es 10.000 oder gar noch mehr werden sollten: Reicht eine hohe Zuschauerzahl, um die Bezeichnung "Derby" zu verwenden? Dann wäre vereinfacht ausgedrückt auch das Pokalspiel gegen Werder Bremen ein Derby gewesen, schließlich kamen offiziell 15.424 Zuschauer. Dazu scheinen noch so einige inoffiziell das Spiel besucht zu haben.

Viele Zuschauer? "Fanfeindschaft"? Tradition? Geringe Entfernung? Was benötigt ein Derby?

Geographische Nähe

15 Kilometer sind es zwischen dem Ludwigsparkstadion und der Kaiserlinde, aber reicht geographische Nähe aus, damit ein Spiel zu einem Derby wird? Dann wäre auch jedes Saarlandpokalspiel ein Derby. Auch außerhalb der saarländischen Grenzen pflegt der FCS Derbys zu anderen Vereinen, so zum Beispiel zu Waldhof Mannheim. Hier beträgt die Entfernung 145 Kilometer. Von Saarbrücken zum Testspielgegner Jeunesse Esch sind es nur 115 Kilometer, aber ein Derby ist das sicherlich nicht. Ok, Esch-sur-Alzette ist ein anderes Land, aber auch Spiele zu Oberligazeiten, bspw. in Bad Kreuznach oder auch beim SV Niederauerbach (heute SVN Zweibrücken), waren eigentlich keine Derbys. 

Vereinshistorie

Der FCS war schon immer (vom Ausrutscher vor einigen Jahren mal abgesehen) in den höchsten Fußballligen Deutschlands vertreten. Elversberg hingegen will schon seit Jahren in den Profifußball, dümpelte aber gefühlte Ewigkeiten im Mittelfeld der Regionalliga herum. Vor den Regionalligazeiten war man noch weiter unten. Im Sommer gelang nun erstmalig der Aufstieg in den Profifußball. Dritte Liga spielte man bereits - bis 2008 war schließlich die Regionalliga noch drittklassig.

1. FC Saarbrücken gegen Borussia Neunkirchen ist ein Derby, obwohl die Borussen bereits seit 2003 nur noch in der Oberliga spielen und auch davor nur selten Ausflüge in höhere Klassen unternahmen. In den 60er Jahren allerdings spielten die Schwarz-Weißen in der Bundesliga. Doch das wäre zu einfach, denn daraus ergibt sich folgender Gedanke: Ist zum Beispiel die Bundesliga-Begegnung des VfB Stuttgart gegen die TSG  Hoffenheim kein Derby, weil der Verein vor der Hoppschen Ära eben auch nur in den Niederungen des Liga-Fußballs zu Gast war? Sicher, es ist etwas völlig anderes, wenn der VfB auf den Karlsruher SC trifft, aber dennoch sollte man dieses Argument nicht außer Acht lassen.

Fanszenen und deren Beziehung zueinander

Der FCS hat noch eine ganze Menge Fans, auch wenn es vielleicht einmal mehr waren. In Elversberg sind die Zahlen durchaus überschaubar. Die im Stadion aktiven Fans kann man ohne größeren Aufwand abzählen. Auch besteht bei FCS-Anhängern keine besondere "Feindschaft" zu den Elversbergern, wie das u.a. mit Kaiserslautern oder Homburg der Fall ist. Doch kann ein das Kriterium sein? Wenn Eppelborn auf Wiesbach trifft, oder wie gerade erst vergangenen Mittwoch Auersmacher auf Bübingen, ist das auch ein durchaus heiß umkämpftes Derby. Dennoch finden sich auf den Rängen nicht hunderte aktive Supporter auf beiden Seiten, auch wenn dort schon die ein oder andere bengalische Fackel gebrannt hat. Es feiern auch zahlreiche mitfiebernde Fans, die sich über ein Tor ihres Vereins genauso freuen, wie wir es bei Toren gegen Homburg oder Kaiserslautern täten. 
"Feindschaft" ist aber nicht alles. Ich bin zu jung, um über Duelle von vor 30 oder 40 Jahren berichten zu können. Wenn aber heutzutage Saarbrücken auf Neunkirchen trifft, ist das Verhältnis auf den Rängen teilweise sogar freundschaftlich. Für die Polizei gibt es bei diesem Duell selten etwas zu tun.

Feste Kriterien gibt es nicht

Eindeutige Kriterien zur Bestimmung eines Derbys gibt es nicht. Ein Derby wird weder durch die Kulisse, noch die Anwesenheit von aktiven Fanmassen zu einem Derby. Auch die Entfernung zwischen den Vereinen oder deren Geschichte reicht alleine nicht aus, um ein Spiel als Derby zu klassifizieren. Es ist zum Teil eine Mischung aus allen genannten Punkten, aber eben auch nicht nur aus diesen.
Saarbrücken gegen Elversberg lässt sich als Derby bezeichnen, genießt aber in FCS-Kreisen natürlich nicht den Stellenwert wie es ein Spiel gegen Homburg oder Kaiserslautern tut.

Montag, 1. April 2013

APRILSCHERZ: Leuchtturm kooperiert mit FORUM - Das Wochenmagazin

APRILSCHERZ: Selbstverständlich wird es den Leuchtturm weiterhin als Fanzine vor den Toren des Ludwigsparkstadions, und nicht als Hochglanzbeilage im FORUM-Magazin geben. Wir hoffen, wir konnten euch trotzdem mit diesem Aprilscherz zum Lächeln bringen.



PRESSEMITTELUNG

Der Leuchtturm, das Fanmagazin zum 1. FC Saarbrücken, und FORUM - Das Wochenmagazin, kooperieren künftig im Printbereich. Aus dem sogenannten "Fan-Zine", einem von Fans für Fans gestalteten DIN A5-Magazin, wird eine Hochglanz-Beilage in Saarlands wichtigstem Wochenmagazin FORUM. Die erste Ausgabe des neuen Leuchtturms ist der kommenden Ausgabe von FORUM beigelegt. Erscheinungsdatum ist Donnerstag, der 5. April.

Mehr FCS, mehr Fan

FORUM baut damit die Berichterstattung über den Drittligisten 1. FC Saarbrücken noch weiter aus. Dr. Bernd Coen, Verlagsleiter bei FORUM und früherer Sportdirektor des 1. FC Saarbrücken: "Der Saarsport liegt uns besonders am Herzen und natürlich ist der 1. FC Saarbrücken hier ein 'Leuchtturm'. Deswegen freuen wir uns besonders, auch den 'Leuchtturm' aus der Fanszene in der FORUM-Familie begrüßen zu können. Die Fan-Autoren können von unserem Know-How profitieren und lernen, wie professioneller Journalismus geht. Und natürlich sollen sie sich auch frei entfalten können."

Zwölf Seiten Hintergrund, Storys und 'Saartiere'

Statt nur zwei bis drei Heften pro Jahr erscheint der Leuchtturm nun wöchentlich - als zwölfseitige Hochglanzbeilage von FORUM. Vor allem für Fans des 1. FC Saarbrücken lohnt sich der Kauf: Brandneue Storys aus der Fanszene, Interessantes über Mannschaft und Trainer und natürlich die bekannten Leuchtturm-Rubriken wie der humoristisch-heitere Comic "Saartiere". Dominique C. Rossi, Sportredakteur von FORUM freut sich schon auf die Zusammenarbeit: "Ich lese schon lange den Leuchtturm und halte die Fans für talentierte Schreiber mit viel Herzblut. Wir liegen ganz auf einer Wellenlänge, was Fußball angeht." Rossi wird künftig als Chefredakteur die neue FORUM-Beilage Leuchtturm betreuen.

FORUM gratis für Leuchtturm-Abonnenten

Durch die Kooperation und die geänderte Erscheinungsweise des Leuchtturms stehen auch für Abonnenten einige Änderungen an. Florian Kern, Leiter Abonnements beim Leuchtturm: "Da wir künftig nicht mehr als eigenständiges Heft erscheinen, werden auch alle abschlossenen Abos unwirksam. Aber als Entschädigung erhalten alle Abonnenten vier Wochen lang die aktuelle Ausgabe von FORUM kostenlos - natürlich mit der neuen Leuchtturm-Beilage."

Donnerstag, 31. Januar 2013

Förderverein Innwurf Supporters und Fanzine Leuchtturm kooperieren

Der Förderverein des Fanprojekts Innwurf wird zukünftig einige Boni für seine Mitglieder an-bieten. Neben einer Pin-Nadel und dem Mit-gliedsausweis wird zukünftig jedes Mitglied des FV Innwurf Supporters e.V. automatisch den Leuchtturm im Abo erhalten. Die Kooperation beginnt ab sofort mit der Ausgabe 11.
Die Innwurfsupporters freuen sich über jedes weitere Mitglied. Wer also vor dem Dortmund-spiel noch seinen Mitgliedsantrag ausfüllt und abgibt, kann sofort die elfte Ausgabe des Leuchtturms entgegennehmen. 

Das erste Projekt des Vereins, ein Fanradio für Sehbehinderte im Ludwigspark, wird demnächst abgeschlossen. Weitere Aktionen sind geplant und werden auf der Seite des Fanprojekts bzw. der Facebook-Seite der Innwurf-Supporters veröffentlicht.

Dienstag, 26. Juni 2012

Mannschaftsfoto 2012/2013

Heute hatte der FCS zum Termin für das Mannschaftsfoto geladen. Anders als in den letzten Jahren wurde das Bild aber nicht auf einem Fußballplatz oder am Schloss, sondern vor neutralem Hintergrund gemacht. In der Endfassung wird es dennoch einen Hintergrund geben, hier könnt ihr das Mannschaftsfoto schon einmal in der "Rohfassung" bestaunen.

Hintere Reihe (v.l.): Markus Hayer, Pascal Pellowski, Adam Straith, Markus Pazurek, Kevin Maek, Tim Knipping, Marius Laux, Tim Kruse, Marc Lerandy

Mittlere Reihe (v.l.): Heinz Böhmann (Torwarttrainer), Roland Kuppig (Mannschaftsarzt), Andreas Fellhauer (Co-Trainer), Jürgen Luginger (Trainer), Lukas Kohler, Nicolas Jüllich, Marcel Ziemer, Christian Eggert, Paulo da Palma (Physiotherapeut), Rüdiger Schmidt (Zeugwart), Helmut Schwan (Dopingbeauftragter), Giovanni Carlino (Physiotherapeut)

Vordere Reihe (v.l.): Sven Sökler, Artur Schneider, Ufuk Özbek, Michael Müller, Enver Marina, Benedikt Fernandez, Yannick Bach, Manuel Stiefler, Serkan Göcer

Testspiel gegen Diefflen

Auch vom fünften Testspiel in der Vorbereitung wollen wir euch einige Aufnahmen nicht vorenthalten. Am gestrigen Montag traten die Blau-Schwarzen im Dillinger Parkstadion vor 300 Zuschauer gegen Diefflen an. Die Tore beim 0:5-"Auswärtssieg" erzielten Hayer (FE), Stegerer, Lerandy und Laux (2x).


Morgen geht es für den 1. FC Saarbrücken in das viertägige Trainingslager nach Bitburg. Danach stehen innerhalb von zwei Wochen noch Testspiele gegen den SVN Zweibrücken (30. Juni), Arminia Ludwigshafen (01. Juli), Röchling Völklingen (07. Juli) und Wormatia Worms (10. Juli) an. Die Vorbereitung wird mit dem Test gegen den 1. FC Kaiserslautern (14. Juli) beschlossen.

Weitere Bilder vom Testspiel gegen Diefflen findet ihr hier.

Montag, 25. Juni 2012

Bilder: Testspiel gegen Bous

Auch das vierte Testspiel zur Vorbereitung auf die kommende Spielzeit in der Dritten Liga konnte der 1. FC Saarbrücken erfolgreich gestalten. Mit 1:6 schlug man Bous vor 600 Zuschauern. Dabei trat Özbek als dreifacher und Laux als zweifacher Torschütze auf. Den sechsten Treffer steuerte Jüllich bei. Wir präsentieren euch wie immer Fotos von der Partie in der Galerie.


Montag, 23. April 2012

Dementi: Ferner wechselt nicht nach Neunkirchen!

Wir, das FCS-Faktenmagazin Leuchtturm, möchten den Wechsel von Dieter Ferner zu Borussia Neunkirchen dementieren! Ein Redakteur von borussia-online.de hat im Fanblock von einer sicheren Quelle gehört, dass Ferner "bei der Borussia" unterschrieben habe, in der Funktion eines Trainers. Im Kopf des betreffenden Journalisten machte es "Klick" - er dachte direkt an seine Borussia aus Neunkirchen. Gemeint war aber natürlich der Deutsche Meister Borussia Dortmund, dessen Trainer Jürgen Klopp nach zwei Titeln eine neue Herausforderung sucht und vom ehemaligen Saarbrücker Aufstiegshelden und Noch-Sportdirektor Ferner beerbt wird. Ob es Klopp statt seiner in die Hüttenstadt Neunkirchen zieht oder ob er nach der EM Jogi Löw als Bundestrainer beerbt, konnte bei Redaktionsschluss noch nicht ermittelt werden. Wir wünschen Dieter Ferner jedenfalls viel Glück bei der Borussia!

Dienstag, 13. März 2012

Eure Meinung zu Leuchtturm Nr. 10 ist gefragt!

Am vergangenen Samstag erschien beim Spiel gegen Arminia Bielefeld die zehnte Ausgabe des Leuchtturms. Die Fertigstellung und Veröffentlichung dieses Jubi-läumsheftes durchlief diesmal einen langen Prozess - nicht zuletzt aufgrund mehrer Verschiebungen (Spielausfall ect.). Da wir aber unbedingt mindestens zehn reguläre Ausgaben auf den Markt bringen wollten, wurde letzte Woche der Verkauf durchgezogen und das trotz einer viel zu geringen Verkäuferzahl. Hierzu sei erwähnt, dass wir heute vor dem Spiel gegen den VfR Aalen Flyer verteilen werden, mit denen wir Leute erreichen wollen, die gerne AKTIV am Leuchtturm mitwirken wollen.

Gleichzeitig interessiert uns aber eure Meinung zu unserem Jubiläumsheft! Jeder, der einen Leuchtturm erworben hat, kann per Umfrage (siehe rechts) bis zum 31.03.2012 die aktuelle Ausgabe bewerten. Weiterführende Kritik, ob positiv oder negativ, ist gerne gesehen! Diese kann uns über redaktion@fcs-leuchtturm.de oder über die Kommentarfunktion dieses Beitrages mitgeteilt werden.

Solltet ihr noch nicht im Besitz eines LTs Nr. 10 sein, kann ein Bestellwunsch an die oben genannte E-Mail-Adresse gesendet werden.

Freitag, 9. März 2012

Verkauf steht auf der Kippe!

UPDATE: Der Verkauf findet eingeschränkt statt - Den Leuchtturm gibt es an den Blöcken A, D und F (und evtl. an der Haupttribüne) zu kaufen! 

Durch die Spielabsage gegen Aalen mussten wir den Verkauf des zehnten Leuchtturms auf das morgige Spiel gegen Bielefeld verschieben.

Nach beruflich bedingten Absagen der Helfer steht das Team vom Leuchtturm mittlerweile mit nur noch 3 (!) Leuten für den Verkauf parat - auf jeden Fall zu wenig für den Verkauf. Sollte euch etwas daran liegen, den Leuchtturm morgen in Händen zu halten, bitten wir euch ein letztes Mal, uns zu unterstützen. Helfer mögen sich unter redaktion@fcs-leuchtturm.de melden und morgen gegen 12.30 Uhr an den F-Block zu kommen.

Sollten sich keine Helfer finden, sind wir leider dazu gezwungen, den Verkauf einzu-schränken, wenn nicht gar abzusagen.

Mittwoch, 7. März 2012

Leseprobe Nr. 3: Briefe an unsere Freunde

Nachdem wir den Verkauf der zehnten Ausgabe des Leuchtturms wegen eines Spielausfalls auf den kommenden Samstag (10.03.) verschieben mussten, wollen wir heute eine dritte Leseprobe zu dem neuen Heft veröffentlichen. In einem ersten Auszug aus dem Fan- und Satiremagazin stellten wir drei der zehn größten Fehler des FCS vor. Für die zweite Leseprobe veröffentlichten wir einen Auszug aus einem Interview mit Michael "Doc" Krätzer.

Den dritten Vorgeschmack auf LT Nr. 10 soll eine Standardkategorie bieten - nämlich "Briefe an unsere Freunde". Hier also ein kleiner Auszug:


Briefe an unsere Freunde

Lieber FCler (ludwigspark.de-Gästebuch),

nach der Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt war Deine Antwort auf den Vorwurf, Du würdest Dich über diese Niederlage freuen, unter anderem wie folgt:

"Ne, mich freut ganz sicher nicht, dass meine Mannschaft verloren hat (ganz im Gegenteil), aber für die ganzen Großfressen hier, die uns Realisten ständig angraben, freut es mich umso mehr! Ihr solltet eigentlich ins Kämmerchen gehen und das Licht ausmachen."

Um es noch einmal in verständliche Worte zu fassen: Du freust Dich nicht (ganz im Gegenteil!), aber eigentlich dann doch umso mehr. Unser Tipp: Licht im Oberkämmerchen anmachen und sagen, was von beiden Möglichkeiten denn nun zutrifft.

Damit wir Dir natürlich immer rechtgeben können!
Dein Leuchtturm


Liebes neues Stadion,

"Wir gehen davon aus, dass wir nach der Winterpause im neuen Stadion spielen. Auch die SV Elversberg will dort spielen. Die Planungen zum Verkauf der Business-Sitzplätze und der Logen laufen an." (Horst Hinschberger, April 2008)

"Aber es ist nicht unsere Aufgabe, über den Stand der Dinge zu diskutieren oder zu informieren. Das ist die Aufgabe von Stadt und Land." (Horst Hinschberger, September 2010)

"Es gibt Pläne. Ein Ingenieurbüro klärt noch mit der Stadt Details." (Reinhard Klimmt, Oktober 2010)

"Wer jetzt noch Zweifel hat, dass das neue Stadion kommt, dem ist nicht mehr zu helfen." (Paul Borgard, Juli 2011)

"Ich kann mir vorstellen, dass die neue Spielstätte mit 26.000 Plätzen in der Saison 2013/2014 eingeweiht werden kann. Die Stadt Saarbrücken als Bauherr ist in Gesprächen mit Experten, treibt die Vorbereitung der Ausschreibung mit Hochdruck voran.“ (Paul Borgard, November 2011)

Kennst Du diese Leute gut? Wir empfehlen Dir, Dich zukünftig lieber mit Zeitgenossen abzugeben, die weniger lange Nasen und weniger kurze Beine haben.

Deine Freunde vom
Leuchtturm


Liebe Charlotte Britz,

wenn Du nun schon im Ludwigspark.de-Gästebuch postest:
Wann geht es mit AKK an den Brezelstand zum In-Fight?

Erwartungsvoll,
Dein Leuchtturm

Weitere "Briefe an unsere Freunde" werden in der zehnten Leuchtturm-Ausgabe, die am Samstag vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld verkauft wird, enthalten sein. Das Heft wird zum Preis von einem Euro vor allen Eingängen des Ludwigsparkstadions(ausgenommen ist der Gästeblock) zum Verkauf angeboten.

Freitag, 24. Februar 2012

Achtung! LT 10 wegen Spielabsage erst am 10.03.2012!

Dank der heute bekannt gewordenen Absage der Begegnung gegen den VfR Aalen sind wir gezwungen, das Erscheinen der Leuchtturm-Jubiläumsausgabe auf den 10. März 2012 zu verlegen! Damit wird das Heft beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld verkauft.
Besonders ärgerlich ist hierbei, dass unsere Exemplare bereits den Druck durchlaufen haben und somit der 25.02.2012 als Erscheinungsdatum angegeben ist - der Inhalt bleibt aber nach wie vor natürlich grandios!

Die dritte Leseprobe zum neuen Heft (die eigentlich für heute geplant war) verschiebt sich demnach ebenfalls und wird in ungefähr einer Woche veröffentlicht.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Zweite Leseprobe: Interview mit Michael "Doc" Krätzer

In zwei Tagen - nämlich am 25. Februar - erscheint die Jubiläumsausgabe des Leuchtturms. Nachdem wir euch gestern bereits einen Auszug aus dem Artikel "Die zehn größten Fehler des FCS" vorgestellt haben, folgt heute eine zweite Leseprobe.

Im November 2011 besuchte Michael "Doc" Krätzer, von 1989 bis 1994 in Diensten des FCS, das Fanprojekt Innwurf für die Veranstaltungsreihe "Blau-Schwarzes Sofa". In diesem Rahmen führten zwei unserer Redakteure ein Interview mit dem Doc, dessen Anfang wir euch nicht vorenthalten wollen. Das komplette Interview wird in Leuchtturm Nr. 10 nachzulesen sein.


Leuchtturm:
Herzlich Willkommen, Michael Krätzer. Die wichtigste Frage wollen wir zu Beginn klärten: Warum Doc?

Doc:
Das habe ich schon oft erklärt. Wir haben gegen Waldhof Mannheim gespielt, das war das erste Punktspiel unter Peter Neururer. Da hatte mein Zimmernachbar Jonathan Akpoborie nach 60 Minuten Wadenkrämpfe. Ich bin zu ihm hingelaufen und versuchte, ihm die Wadenkrämpfe rauszumachen - währenddessen erzielte Mannheim das 0:1. Wir hatten noch 2:1 gewonnen. Da stand am nächsten Tag ein Artikel in der Bild-Zeitung: "Die vier Michaels überragten". Das waren dann Preetz ("Langer"), Nushöhr ("Nussi"), Kostner ("Balu") und mich haben sie "Sani" getauft. Dann sagte Neururer: „Das ist ja ein scheiß Name“. Am nächsten Tag kam er ins Training und sagte „Du bist ab sofort de Doc!“, und so hat sich das dann eingebürgert. Ich habe mir das dann auch eintätowieren lassen.

Leuchtturm:
Wer sich auf 100-jahre-fcs.de Spielerprofile anschaut, sieht unter anderem den Stammverein des Spielers. Bei Michael Krätzer ist dies der TSV Güntersleben. Wo liegt das und was verbindet dich mit diesem Verein?

Doc:
In Güntersleben bin ich geboren und groß geworden. Das liegt in der Nähe von Würzburg. Der Ort hat nur 4.000 Einwohner, bringt es aber auf eine Sportanlage mit drei Rasenplätzen, zwei Tribünen, zwei Sporthallen, zwei Tennishallen, 15 Tennisplätze und eine Minigolfanlage.

Leuchtturm:
Wie lange warst du in Güntersleben?

Doc:
Ich war bis 21 da, habe drei Jahre erste Mannschaft gespielt, zuvor seit meinem siebten Lebensjahr in der Jugend. Anfangs war ich Torwart, das wurde mir aber zu langweilig. Dann kam ich ins Mittelfeld und mit 21 in den Sturm.

Leuchtturm:
Kannst du dich erinnern, wie viele Tore du für den FCS geschossen hast?

Doc:
Das weiß ich selbst nicht.

Leuchtturm:
Es waren 28 Tore. Als Stürmer hast du aber zusätzlich etwas geschafft, was recht selten vorkommt: Es gab nämlich etwas, was du öfters hattest als ein erzieltes Tor.

Doc:
Gelbe Karten.

Leuchtturm:
Genau! Michael Krätzer hat in seiner Karriere 29 Gelbe Karten bekommen. Warum?

Doc:
Die Freundschaft mit den Schiedsrichtern habe ich heute noch. Ich habe sehr hart gespielt. Ich war hart zum Gegner, die waren auch hart zu mir – ich habe allein 18 Operationen durch Fußball hinter mir. Euer jetziger Trainer ist ein guter Freund von mir, dem habe ich hier im Stadion den Knöchel gebrochen. Anschließend bin ich nach Schalke gefahren und habe ihn besucht.

Leuchtturm:
Böse Zungen behaupten, Michael Krätzer hätte nicht wenige Gelbe Karten bekommen, weil er nach Torerfolgen den Zaun am D-Block hoch geklettert sei.

Doc:
Nein, nie. Da wäre ich doch gar nicht hoch gekommen!

Leuchtturm:
Ein weiterer Spitzname von dir ist „Die Grätsche“. Kann man das so stehen lassen?

Doc:
Ja, das kann man so stehen lassen.

Leuchtturm:
Eine Kuriosität deiner Spielerkarriere ist die Vielzahl deiner Ein- und Auswechslungen. War das fehlender Kondition geschuldet oder der klassischen Schule?

Doc:
Ich bin niemand, der meutert. Fußball ist ein Mannschaftssport, das war auch immer so. Als wir zum Beispiel in der Bundesliga gespielt haben, habe ich das erste Tor in Leverkusen gemacht, da wurde ich eingewechselt. Dann wurde ich das nächste Heimspiel eingewechselt und habe das 1:0 gegen Kaiserslautern vorbereitet. Und irgendwann habe ich gesagt: „Peter, wie sieht es denn aus?“. Er meinte: „Das brauchst du nicht zu fragen, du wirst deine Chance noch kriegen.“

Leuchtturm:
Gehen wir mal in die 90er Jahre beim FC zurück. Die Erfolgsgeschichte in den frühen 90er-Jahren beginnt auch mit internationalen Spielen beim Intertoto-Cup 1991. Kannst du dich noch an irgendwelche namhafte Mannschaften erinnern?

Doc:
Bei Haifa waren wir. War auch ein schönes Erlebnis. Da haben wir bei denen ein Trainingslager gemacht. Saarbrücken hat das Heimrecht verkauft an Israel, das heißt wir haben dort zwei Mal gespielt und durften dafür dort Trainingslager machen. Dann haben wir dort 5:1 gewonnen. Das Schlimmste am Trainingslager war ja, dass da gerade der Golfkrieg vorbei war. Wir hatten im neunten Stock gewohnt - da wurden wir nachts wach, weil der Hof hell erleuchtet war. Wir fragten uns: „Was ist denn jetzt los?“ - da stand dann ein Kampfhubschrauber im Hof.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Erste Leseprobe zum neuen Heft (erscheint am 25.02.!)

Liebe FCS- und Leuchtturmanhänger,

mit großer Freude begegnen wir in diesen Tagen den letzten Produktionsschritten für die Jubiläumsausgabe des neuen Leuchtturms. Nachdem am 05. August 2011 letztmals das weltbeste Fan- und Satiremagazin über den Tresen ging, wird das "Kääseblättche zum FC" rund. Da ist es auch egal, ob es im Moment sportlich nicht rund läuft - wir feiern uns einfach selbst!

Ein erster Vorgeschmack auf das neue Heft, das am kommenden Samstag gegen den VfR Aalen verkauft wird, soll ein Ausschnitt aus dem Artikel "Die zehn größten Fehler des FCS" geben, in dem sich Carsten Pilger mit einigen Fauxpas der jüngeren FCS-Geschichte auseinandersetzt. Aber lest selbst:


Die zehn größten Fehler des FCS
von Carsten Pilger

1.) Der Weggang von Stefan Kühlein

Die Öffentlichkeitsarbeit ist seit Jahren eine große Schwachstelle des 1. FC Saarbrücken. Pressesprecher Dominique Rossi schaffte es etwa, die Schuld an der Entlassung Michael Henkes den Fans aufzubürden – was wohl eher keine Aufgabe eines Pressesprechers ist. 2008 wurde Ex-Saar-TV-Chefredakteur Stefan Kühlein, ebenfalls FDP-Mitglied und damit unter dem Verdacht der Abhängigkeit, neuer Pressesprecher des Vereins.

Kühlein schaffte es ungeachtet dessen, seine Aufgabe nicht nur ordentlich zu erledigen, sondern auch eine aktive Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit einzunehmen: Er ging freiwillig auf Fans zu, nahm an Online-Chats teil, organisierte Kooperationen des Vereins, etwa mit der Landesmedienanstalt und sorgte mit seiner Kenntnis der Presse für ein professionelles Auftreten des FCS. Über seinen Weggang in Richtung Bodensee gibt es viele Gerüchte, die andeuten, dass es innerhalb des Vereins Missgunst gegenüber des durchaus forschen Auftretens Kühleins gab. Die Pressearbeit ist seither wieder ein Problemkind des FCS.


2.) Die passive Rolle bei der Aufklärung der Rostock-Vorfälle

Eine Gerichtsverhandlung, die mit Bewährungsstrafen, Geldstrafen und Schmerzensgeld endete. Die Verurteilten: Vier ehemalige Ordner des 1. FC Saarbrücken. Das ist die Bilanz der Vorfälle, die sich vor der Zweitliga-Begegnung 1. FC Saarbrücken – Hansa Rostock 2005 zutrugen, fast vier Jahre brauchte es für ein Urteil. Damals war das Plakat „Gegen das Söldnerpack“, was nicht am Zaun der Virage Est hängen durfte, Auslöser für ein Angriff von Ordnern auf FCS-Fans.

Licht ins Dunkel brachte auch das Urteil nicht. Die Saarbrücker Zeitung kommentierte am 21. August 2009:
„Dazu meinte ein Verteidiger: Zeitweise habe es geheißen, der Vorstand des FC habe Anweisung gegeben, besagte Fans sofort rauszuwerfen. Das habe der Vorstand dementiert. Außerdem, so der Anwalt, habe es Beschimpfungen und Spucken in Richtung Ordner gegeben. Was die Fans bestreiten. Wie es genau war, das konnte am Ende offen bleiben.“

Der FCS-Vorstand um Hartmut Ostermann und Klaus Meiser vermied eine zu aktive Rolle bei der Aufklärung der Vorfälle, stattdessen ließ der Verein sogar zu, dass im offiziellen Vereinsforum des FCS kritische Beiträge zum damaligen Ordnungsdienst zensiert wurden.


3.) Die Verpflichtung von Wolfgang Loos

Gefeiert wurde die Neuverpflichtung von Wolfgang Loos Anfang 2007, als sei der Heilsbringer für einen Verein gekommen, der sich auf dem absteigenden Ast befand. Verhindern konnte er in der Position des Managers den sich abzeichnenden Abstieg in die Oberliga freilich nicht.
Als Trainer für den Wiederaufbau verpflichtete Loos Michael Krüger, einen alten Bekannten aus gemeinsamen Tagen bei Eintracht Braunschweig. Wo gerade eine zu große „French Connection“ unter dem Verdacht stand, zu großen Einfluss im Verein zu besitzen, war nun eine „Niedersachsen Connection“ am Werk. Spieler wie Denny Luft (Wolfsburg II) und Torsten Jülich (Braunschweig) enttäuschten, Enver Marina wurde zu Neunkirchen ziehen gelassen, da Loos lieber mit Pascal Formann plante.

Als sich der sportliche Misserfolg nach abenteuerlicher Kaderzusammenstellung abzeichnete, ging Krüger in den Sudan, Loos wurde nach einem Zerwürfnis mit dem Präsidium beurlaubt. Er kündigte an, Vereinsmitglied bleiben zu wollen und sich aktiv weiter einzubringen. Auf einer Mitgliederversammlung wurde er seither nicht gesichtet – aber es hätte ihn auch niemand vermisst.


Sieben weitere Fehler, die der FCS in der Vergangenheit begangen hat, werden im neuen Leuchtturm nachzulesen sein - also fleißig zugreifen!

Montag, 13. Februar 2012

Jubiläumsausgabe noch in diesem Monat!

Lange hat es gedauert, aber nun ist es endlich soweit! Lange Zeit musste das Heft im Kühlhaus reifen, doch nun wird der Leuchtturm wieder den Ludwigspark erhellen!

Die Jubiläumsausgabe des Leuchtturms, Nummer 10, erscheint noch in diesem Monat. Termin für den Verkauf ist Samstag, der 25.Februar. Zum Heimspiel gegen den VfR Aalen wird das Heft wieder vor allen Eingängen des Ludwigsparkstadions (mit Ausnahme des Gästeblocks) zu erhalten sein.

Doch damit das Jubiläumsheft auch wirklich ein Erfolg wird, brauchen wir eure Hilfe. Und die ist so existenziell wichtig, wie nie zuvor: Wir bitten um Mithilfe beim Verkauf! Wenn IHR, unsere Leser, den Leuchtturm weiterhin in die Hände der Blau-Schwarzen bringen wollt, dann unterstützt uns bitte aktiv.

Wer ab ca. 12.30 Uhr (gerne auch einige Minuten später) am 25.Februar Zeit und Lust hat, den Leuchtturm mit zu verkaufen, der meldet sich bitte unter redaktion - at - fcs-leuchtturm.de. Für alle Unterstützer gibt es traditionell ein Freiheft und eine original F-Block-Frikadelle.

Nähere Informationen zum Heftinhalt und natürlich auch einige Leseproben werden in nächster Zeit an dieser Stelle erscheinen!

Montag, 23. Januar 2012

Offener Brief an Dieter Ferner

Wir veröffentlichen an dieser Stelle den Offenen Brief zweier langjähriger FCS-Fans an Dieter Ferner. Wir meinen, dass diese Worte sehr gut ausdrücken, wie auch unsere Redaktion derzeit empfindet.


OFFENER BRIEF

An

Dieter Ferner


Hamburg und Saarbrücken, den 22. Januar 2012



Lieber Dieter Ferner,

als Anhänger des 1. FC Saarbrücken ist man Verdruss gewohnt. Auf kurze Phasen der Erholung folgen meist lange Passagen des Verdrusses und der Agonie. Dreieinhalb Jahre lang hatte diese leidvolle Geschichte einen schönen Aussetzer. Und das soll nun bald vorbei sein?

Seit 1963 sind wir Fans des Vereins, und stehen daher im 50. Jahr unserer Anhängerschaft. Wir erinnern uns noch gut an Ihre trefflichen Torwartjahre und damit an eine erfreuliche Zeit. Als Trainer und Sportdirektor waren Sie, mit Verlaub, sogar noch besser. Eine ungewohnte Epoche der Klarheit, Bescheidenheit und des seriösen Auftritts begann, als Sie sich im Augenblick der größten Not bereitfanden, sich des blauschwarzen Scheinriesen anzunehmen.

Sie ließen saarländische Fußballer spielen, die schon nicht mehr damit rechneten, je für die erste Mannschaft auflaufen zu dürfen. Das war ungewohnt. Und wenn Sie andere anwarben, so erschienen nicht die üblichen Verdächtigen, Abgehalfterte von Weither, die kaum mehr als eine halbgare Vergangenheit vorzuweisen hatten, sondern Fußballer mit Zukunft. Das war noch ungewohnter. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und freuten uns wie Schneekönige über die überraschenden Aufstiege, die nicht mit Geld allein bezahlt waren.

Es gab auf einmal überhaupt keinen Grund mehr, sich zu fürchten, wenn gute Spieler den Verein verließen. Mann, Zimmermann und Zeitz wollten weg, eine ganze hoch begabte Mittelachse, und jeder andere hätte den Untergang des Abendlandes beschworen. Sie nicht. Da draußen fanden sich genug Unerkannte, die für vernünftiges Geld nach Saarbrücken kamen, darunter grandiose Leute wie Marius Laux, der in Offenbach kaum gut genug zu sein schien, um auf der Bank zu sitzen, oder Ziemer, dem es in Wehen auch nicht besser ging.

Natürlich merkten wir, dass der unbedingte Wille zum Aufstieg nachließ, nachdem Sie aufgehört hatten, Trainer zu sein. Aber eine begabte und sympathische Mannschaft haben wir immer noch, wenn auch die Zahl der Gnadenbrotfußballer wieder zunahm, während die einheimischen Talente seltener wurden, ohne ganz auszusterben.

Wie dem auch sei: eine solche Reihe ungetrübter Jahre hat es ewig nicht gegeben. Wir, die treuen Fans des 1. FC Saarbrücken, wissen sehr wohl, wem wir die köstlichen Freuden des Aufschwungs verdanken, und das wird uns unvergesslich sein. Denn wir wurden nicht länger ausgelacht für unsere Zuneigung zu einer notorisch fehl gesteuerten Skandalnudel in der Hand provinzieller Profilneurotiker, denen nicht nur die Ahnung von Fußball abgeht, sondern auch die Liebe zum Sport.

Umso bitterer, dass Sie Ihre Arbeit nun nicht zu Ende führen, bis der Verein mindestens in der zweiten Liga angekommen ist, eine intakte Mannschaft besitzt und ein zeitgemäßes Stadion: für Sie ist das bitter, weil Ihr Werk nicht zu Ende geführt ist, und für uns sowieso, die wir unser Herzblut geben und unsere ohnmächtige Leidenschaft.

Sicher ist: Sie werden eine Menge Fans zurück lassen, auch wenn Ihre Rückkehr ans Ruder des Vereins ebenso unwahrscheinlich ist, wie die ins Tor. Aber wie wäre es denn als Präsident? So viel zu erkennen ist, wird Kompetenz dort dringend gebraucht.

In jedem Fall sind wir um eine Illusion ärmer, eine zarte Hoffnung, einen unverhofften Traum. Ernüchtert wünschen wir den verbliebenen Verantwortlichen eine gute Hand.

Aber wir zweifeln daran, denn es sieht beim besten Willen nicht danach aus.


Ralph Schwingel, Filmproduzent, Hamburg

Oliver Weber Hartmann, Regierungsangestellter, Saarbrücken

Mittwoch, 18. Januar 2012

Kommentar: Zwei Halbe sind kein Ferner

von Carsten Pilger

Luginger bleibt, Ferner geht. Dürfte bei vielen FCS-Fans erste Meldung zu einem erleichterten Durchschnaufen verholfen haben, so lässt alles, was danach kommt, nur Verzweiflung zurück. Der Mann, der wie kein Zweiter am Wiederaufstieg, und das ist nicht nur sportlich gemeint, beteiligt war, verlässt den Verein nach vier Jahren erneut. In der offiziellen Stellungnahme werden „persönliche Gründe“ für Ferners Entscheidung angeführt, laut Saarbrücker Zeitung stand der Abgang schon vor der Mitgliederversammlung im November fest.
Fragen über Fragen bleiben, die Spekulation über mögliche Konflikte zwischen Ferner und Vereinsfunktionären, die der Grund für den Abgang sein sollen. Die entscheidende Frage ist, ob sich der Verein wirklich in eine gute und zukunftsfähige Richtung entwickelt, wenn ein konstanter, tüchtiger und vernünftiger Arbeiter wie Ferner aus persönlichen Gründen seinen Vertrag nicht verlängern will. Der scheidende Sportdirektor selbst schweigt zu allem und nutzt seine Entscheidung nicht als Bühne , um gegen andere öffentlich auszuteilen. Auch das zeichnet den Mensch Ferner aus.
Ein Armutszeugnis dagegen die Reaktion der Vereinsspitze – und da muss man sich nicht einmal auf Spekulationen und Gerüchte einlassen. Laut SZ sollen nämlich Vizepräsident Harald Ebertz und Trainer Luginger sich künftig die Aufgaben des Sportdirektors teilen. Das ist ein Schritt zurück, wenn nicht sogar eine nachträgliche Abwertung der Arbeit Ferners. Lugingers Arbeitsplatz ist auf dem Trainingsplatz und am Seitenrand, eine teilweise Übernahme von Ferners Aufgaben kostet weitere Ressourcen. Ebertz ist als Vizepräsident zwar schon früher zu Oberligazeiten auch mit sportlichen Kompetenzen betraut wurden, dürfte aber in der heißen Phase eines Stadionneubaus und anderer Weichenstellungen im Verein nur schwierig die Rolle eines Sportdirektors ausüben können. Zwei halbe Sportdirektoren machen noch keinen Dieter Ferner.

Montag, 5. Dezember 2011

Ausgabe 10 erscheint erst 2012!

Viele Schweißtropfen sind uns die Finger heruntergelaufen, die Tastatur ist bereits schwer abgegriffen. Vieles haben wir versucht, unsere Jubiläumsausgabe, den Leuchtturm Nr.10, noch dieses Jahr in eure Hände zu bekommen. Doch leider sollte es nicht sein. Einige Inhalte fehlen noch und das Layout benötigt seine Zeit. Bevor wir euch eine halbfertige Version unseres Jubiläumsheftes liefern, lassen wir uns nun noch ein paar Wochen mehr Zeit und präsentieren noch im Januar 2012 (sofern es das Wetter zulässt) Leuchtturm Zehn!

Der neue Redaktionsschluss ist terminiert auf den 8.Januar 2012. Wir würden uns auch im neuen Jahr über Leserbriefe und Gastbeiträge freuen!

Sonntag, 20. November 2011

Bullshit-Bingo zur MGV 2011!

Morgen ist es wieder so weit: Die Mitgliederversammlung erwartet uns in der Congresshalle. Neben der Ergänzungswahl stehen auch wichtige Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Die Vorstellungen der zur Wahl stehenden Mitglieder konntet ihr bereits hier und bei ludwigspark.de lesen. Heute folgt unser bereits bekanntes Angebot für alle Mitglieder der Satire-Fraktion: Das bekannte Bullshit-Bingo zur MGV 2011! Wenn sich die Herren Weller, Ebertz und Borgard mal wieder in mitreißenden Reden üben, solltet ihr ihnen direkt an den Lippen kleben und am folgenden Bullshit-Bingo teilnehmen!



Das Prinzip folgt dem klassischen Bullshit-Bingo. Wird das entsprechende Wort oder der entsprechende Begriff auf der Mitgliederversammlung, sei es ein Redner am Pult oder aber ein Vereinsmitglied mit einer Frage (es gelten nur Fragen, die auch am Mikrofon gestellt werden!) genannt, wird das dazugehörige Feld auf dem Bingo-Zettel gestrichen. Wer zuerst eine komplette Reihe, Spalte oder Diagonale gestrichen hat, muss aufstehen und "Heja, Heja FCS" rufen. Die ersten drei FCS-Mitglieder, die bei der MV eine Reihe in unserem Bingo-Spiel haben und dies mit diesem klassischen Fangesang zu erkennen geben, bekommen den nächsten Leuchtturm umsonst.

Wir wünschen viel Spaß morgen Abend!

Sonntag, 13. November 2011

Redaktionsschluss zum Jubiläum: 22.11.2011

Man mag es kaum glauben: Der Leuchtturm wird rund! Seit fast genau drei Jahren besteht nun unser Fan- und Satiremagazin. In dieser Zeit haben wir neun reguläre Ausgaben (+ eine Sonderausgabe zum Thema "Wurst") an Frau und Mann gebracht.
Nun wollen wir uns, aber natürlich vor allem Euch ein vorweihnachtliches Geschenk machen: Ausgabe Nummer 10 des weltbesten Fanzines!

Da das Heft noch in diesem Jahr erscheinen soll, naht nun der Redaktionsschluss. Dieser ist auf den 22.11.2011 terminiert.
Wer sich bis dahin mit Texten aller Art, Bildern, Leserbriefen oder sonstigen Einfällen an dem Heft beteiligen möchte, richtet seine Mail bitte an: redaktion@fcs-leuchtturm.de

Freitag, 4. November 2011

Exklusiv: Claudio Mariotto will in den FCS-Aufsichtsrat

Es wird munter zugehen, bei der anstehenden Mitgliederversammlung des 1. FC Saarbrücken. Wie der Leuchtturm, Fan- und Satiremagazin zum FCS, exklusiv erfahren hat, wird luwigspark.de-Spielkommentar-Legende Claudio Mariotto aus Luxemburg für einen Sitz im Aufsichtsrat des Vereins kandidieren. Dies geht aus einem Schreiben Mariottos an den Ehrenrat des FCS und den Geschäftsführer Thomas Heil hervor. Mariotto war bereits für das Weblog des "Leuchtturms" gelegentlich als Autor tätig.

In dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, erklärt der Luxemburger die Ursprünge seiner Fanleidenschaft für den 1. FC Saarbrücken. Als Ansporn nennt er die Bereitschaft, "etwas mehr für seinen Verein zu tun", und führt dabei die Beispiele Infrastruktur und Frauenabteilung des 1. FC Saarbrücken an. Diese werden derzeit zu stark vernachlässigt. In Sachen Stadion befürwortet Mariotto einen Neubau, sieht diesen allerdings mit sportlichem Erfolg verknüpft: "In Bezug auf den Stadionneubau habe ich meine feste Überzeugung. Dieser soll durch sportliche Leistungen erzwungen werden. Nur so kann man die Politik zum Handeln zwingen." Neben diesem formlosen Schreiben kündigte Mariotto an, seine Bewerbung noch als Einschreibebrief nachzureichen.

Man darf gespannt sein, ob der Ehrenrat des Vereins, welcher die Kandidaten für die Wahl zum Ehrenrat vorschlägt, den Weg für Mariottos Kandidatur ebnen wird. Der demokratischen Kultur innerhalb des 1. FC Saarbrücken dürfte dies angesichts der vergangenen Mitgliederversammlung gut tun. Bei der Versammlung am 21. November 2011 wird neben der Wahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern auch über eine neue Vereinssatzung abgestimmt.