Sonntag, 31. Januar 2010

Stürmer-Umfrage beendet!

Die Januar-Umfrage des Leuchtturms ist beendet. Insgesamt 147 Nutzer haben sich an unserer Frage "Welchen Stürmer würden Sie gerne im FCS-Trikot sehen?" beteiligt. Hier ist das endgültige Resultat:

Mölders (Essen)
47 (31%)
Knappmann (Verl)
14 (9%)
Aydogmus (Bonn)
12 (8%)
Kakoko (Fürth II)
68 (46%)
Bakhtadze (Köllerbach)
9 (6%)
Solovej (Auersmacher)
29 (19%)
Karaoglan (Neunkirchen)
3 (2%)
Morabit (Braunschweig)
13 (8%)
Einen anderen Stürmer
27 (18%)

Stimmen insgesamt: 147

Damit würden viele FCS-Fans Yannick Kakoko (Fürth II) gerne im blau-schwarzen FCS-Trikot sehen. Der Sohn des ehemaligen kongolesischen Nationalspielers Etepe Kakoko spielte bereits in der Jugend beim 1. FC Saarbrücken und für den FC Bayern München. In der Regionalliga Süd ist er mit bislang acht Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft.

Die nächste Umfrage im Leuchtturm-Blog wird sich mit der aktuellen Stadiondiskussion beschäftigen und startet am kommenden Montag.

Montag, 25. Januar 2010

Warum man Elversberg auch als FCS-Fan einfach lieben muss!

Zur Einstimmung das Fußballjahr 2010, das uns in zwei Wochen wieder mit ordentlich Dramatik und Toren versorgen wird, gibt es heute einen weiteren Artikel aus dem fünften Leuchtturm. Dieses Mal haben wir mit den gängigen Vorurteilen zum Nachbarklub aus Elversberg aufgeräumt, den man bei näherer Betrachtung garnicht mal so schlimm ist, wie man es seinen Kindern vor dem Schlafengehen erzählen will.

Warum man Elversberg auch als FCS-Fan einfach lieben muss!
von Carsten Pilger

Viele FCS-Fans wissen sie leider nicht zu schätzen: die Sportvereinigung Elversberg (SVE) aus einem entlegenen "Stadtteil" (M. Rozgonyi) von Saarbrücken. Dabei gibt es keinen sympathischeren, gutmütigeren und atzeligeren Klub, den man als Lieblingsklub "garnicht besser finden kann" (frei nach P. Müller).

Die Mannschaft

Als Feierabendprofis werden sie verspottet und doch sind sie tüchtige Arbeitsbienen in schwarz-weiß - die Spieler der SVE. Für ein besseres Butterbrot auflaufend haben sie schon für manche Sensation gesorgt, so etwa als sie überraschend den SC Reisbach (mehrmaliger gefühlter Deutscher Meister) im Saarlandpokalfinale mit 7:0 wegfegten. An der Kaiserlinde baut man auf Konstanz, so verpflichtet man nur in Ausnahmefällen neue Spieler. So sind 18 Neuzugänge wie in der Saison 08/09 die absolute Ausnahme, meist begnügt man sich mit zwölf neuen Spielern im Jahr. Besonders hoch anzurechnen ist den Elversbergern, dass sie auch nach Kantersiegen gegen den FCS ganz bodenständig bleiben und nicht von Aufstieg oder anderem Quatsch träumen, wie ihre Saarbrücker Kollegen. So verpflichtete man stets Trainer (Brent Goulet), die sicherstellten, dass man trotz mehrjähriger Höherklassigkeit keineswegs einen Ausritt in die 3. Liga unternahm. Das hätte die lukrativen Einnahmen eines Saarderbys gegen Saarbrücken wegfallen lassen.

Das Stadion

Nicht der alte, marode Ludwigspark, nicht licht- und glanzlose Ellenfeld, sondern das Waldstadion an der Kaiserlinde ist das schönste saarländische Stadion. Die reine Fußballarena lässt den Zuschauer hautnah am Geschehen teilhaben, blendet man einmal die Fangnetze direkt vor der Nase aus. "Von überall genießt man eine wunderbare freie Sicht auf das Spielfeld", schreibt die Wikipedia dennoch. Das liegt allerdings auch daran, dass es schlicht an der Zuschauermasse fehlt, die einem die Sicht versperren oder wegnehmen könnte. Über Kritik an geringen Zuschauer wird der Elversberger freundlich lachen, sichgelassen an eine der Leitplanken im Stadion (in Anlehnung an eine Autobahn, Motto: "Wir sind auf der Überholspur!") lehnen und Ihnen erst einmal eine Tablette mit Ananas-Enzym anbieten. Er ist so glücklich, er braucht keine Leute um ihn herum!

Das Klientel

Sie fragen warum? Sie meinen, dass der Stadionbesuch für Sie gerade so wichtig sei, weil Sie dabei Ihre Freunde und Bekannte treffen und mit Ihnen gemeinsame Stunden des heiteren Gesprächs bei Bier, Wurst und Gesang verbringen?
Interessieren Sie sich überhaupt für Fußball?
Der Elversberger ist völlig anders. Er braucht keinen überflüssigen Firlefanz wie Fahnen, Doppelhalter, Anfeuerungsrufe oder Freunde. Er will 90 Minuten lang unterhalten und amüsiert werden, bestenfalls ohne dabei in seiner Seelenruhe oder Harmonie gestört zu werden. Der Ausschlachtung des Fußballs als Proletariersport steht er ablehnend gegenüber, seine Kaiserlinde ist ein Hort des Feingeistes. Er will "keine Halbaffen die sich mit freiem Oberkörper (wer will DAS schon sehen???) an Zäune hängen" (Zitat eines Users auf forum.ipsk.de), er "möchte in Ruhe sein Fussballspiel verfolgen und ein Sportplatz vorfinden mit ***** Sanitäranlagen und sich mit Zuschauern unterhalten die auf seinem Niveau sind" (Zitat eines anderen Users auf forum.ipsk.de). Der Elversberger geht zum Fußball, weil er zum Fußball geht. Und dabei anständig sein Geschäft verrichten will.

Freunde?

Nach Saarbrücken pflegt man in Elversberg dennoch ein sehr herzliches Verhältnis. Anders können wir uns zumindest nicht die ständigen Aufrufe der Elversberger zu Saarbrücker Oberligazeiten vorstellen, doch einmal die Kaiserlinde zu besuchen.
Und wer weiß: vielleicht kommt einmal der Tag, an dem der gemeine Saarbrücker Assi das Werfen von Steinen, Feuerzeugen und Bengalos einstellt, sein Hemd wieder anzieht und vom Zaun herunterklettert, seine Freunde bittet etwas leiser zu sein, damit er etwas vom Spiel mitbekommt, dann seine Freunde in den Wind schießt und zu Wein und gepflegter Konversation in den Elversberger Fanblock einkehrt. Dem Klängen von Opernarien und Micky Krause nach einem Tor des sympathischen Jungspunds Andreas Haas lauschend wird er ein zartes "Ach, wie schön!" säuseln und sich kichernd mal in die Hände ,statt einen gegnerischen Fan, zu klatschen.

Aber wenn Ihnen das nicht gefällt, können Sie ja weiter die dreckigen Klos im Ludwigspark benutzen und sich dem "SAARBRÜCKER SCHLÄGERTRUPP" (Erneut auf forum.ipsk.de) anschließen. Sagen Sie nicht, der Leuchtturm hätte Sie nicht gewarnt!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Der Leuchtturm war schneller!


Die Stadt Saarbrücken lädt die Landesregierung und die FCS-Spitze zu einem runden Tisch zum Thema Stadion ein - ob sich etwas tut?

Bereits in unserer Erstausgabe hat sich unser Redakteur Jochen Klein Gedanken um den Verbleib unseres Stadions gemacht. Vielleicht orientieren sich ja beide Seiten an den Vorschlägen des Leuchtturms beim Neubau eines Stadions:

Der Stadionumbau - ein Vorschlag
von Jochen Klein


„Früher war alles besser“ ist sicher eine der bekanntesten, meist genutzten, und zugleich auch am meisten verspotteten Weisheiten im deutschen Sprachraum. Dass in manchen Fällen tatsächlich früher alles besser war, hat der 1.FCS in den letzten Jahren leider zur Genüge bewiesen, doch dies ist eine andere Geschichte. Ein Spruch, der früher sicherlich genauso bekannt war, heute aber größtenteils nur noch im Wortschatz der älteren Generationen, die „schunn seit fuffzisch Johr de Eff-zeh gugge“, existiert, lautet: „Gut Ding will Weile haben“.


So oder so ähnlich haben sicherlich auch einige FCS-Fans gedacht, als vor gefühlten Jahrzehnten das Thema Stadionumbau zur Debatte stand. In dieser Zeit, so berichten alte Quellen, soll unser geliebter Vorzeigeclub aus der Landeshauptstadt sogar in der zweiten Bundesliga gekickt haben. Zwar wurde viel geredet und geplant, gemunkelt und gemauschelt, doch passiert ist in all den Jahren rein gar nichts; der Stadionumbau musste vielmehr Jahr für Jahr als Ablenkungsmanöver für andere Problemherde herhalten. Zuletzt sollte es sogar eine Stahlrohrbüchse werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass, wenn nichts Bahnbrechendes geschieht, der alte Park noch in hundert Jahren so stehen wird, denn, um es mit den Worten eines bekannten saarländischen Politikers zu sagen: „Investitionen in den Ludwigspark sind dem fußballuninteressierten Steuerzahler nicht zu vermitteln.“


Dabei liegt die Lösung so nahe, genauer gesagt: Vor den Toren der Stadt. Dort wird mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt seit 1997 das Naturschutzgebiet „Urwald vor den Toren der Stadt“ vorangetrieben, wo man Flora und Fauna ohne menschliches Eingreifen gedeihen, und die Zeichen der Zivilisation überwuchern lässt. Menschliche Bauwerke, von Pflanzen ungehindert überwuchert? Kennen wir das nicht von irgendwoher? Ja, genau, die Stehränge im Ludwigspark! Wer eins und eins zusammenzählen kann, wird nun wissen, dass das Ergebnis „zwei“ ist, und wenn er richtig klug ist, wird er auch wissen, worauf ich hinaus will.


Lasst das Gras im Park weiter wuchern, pflanzt Bäume und Sträucher, legt kleine Biotope an, kauft Dünger und setzt eure exotischen Tiere aus ! Schon in wenigen Jahren hätten wir einen „Urwald hinter Stadiontoren“, eine Symbiose aus Sport und Natur, ein Leuchtfeuer für das friedliche Zusammenleben zwischen Mensch und Tier. Über den Stehrängen könnten neue, hochmoderne Tribünen , finanziert vom Umweltministerium, dem NABU Saarland und Saarforst, entstehen. Das Umweltstadion würde einzigartig und bundesweit bekannt werden, und nicht nur das! Die Fülle an Vorteilen dieses Modells ist so groß, dass eine Aufzählung sämtlicher Punkte den hier zur Verfügung gestellten Rahmen sprengen würde, darum konzentrieren wir uns auf die Kernpunkte:


Stimmung: Das dichte Blätterdach in Kombination mit den neuen Superdächern der Tribünen sorgt für eine unglaubliche Akustik.. Experten schätzen, dass es allerhöchstens fünf Jahre benötigt, bis sich eine dichte Papageienpopulation ansiedeln wird. Die Fähigkeit der bunt gefiederten Flügelwesen, menschliche Worte abspeichern und wiederholen zu können, wird für einen noch nie dagewesenen Dauersupport sorgen. Aus Umweltblock D werden Blaustirnamazonen ein kräftiges „F-C-S“ erschallen lassen, in Umweltblock E singt die Kakadu-Kompanie vom Wind im Rücken, in den restlichen Blöcken warten spitze Schnäbel auf unmotiviert auftretende Spieler.


Zuschauerzahlen: Eine solche Attraktion wie „Ludwigs Naturpark“ lockt natürlich jede Menge Menschen an, die jede Menge Geld in die Kassen spülen, was, da die Stadionfinanzierung von dem Umweltverbänden übernommen wird, in Top-Transfers umgemünzt werden kann. Hinzu kommt, dass mit den ersten großen Bäumen auch die ersten Menschenaffen eine neue Heimat im Park finden werden. Affen im Park kennt man bis dato nur von Heimspielen gegen Homburg, und von ganz früher, als es noch gegen den FCK ging. Klar, dass sich Auswärtsfans hier unter Gleichgesinnten sofort wohl fühlen werden und gerne ihre hart verdienten Euro bei den Blau-Schwarzen lassen werden.


Sonstige Einnahmequellen: Wie im Urwald vor den Toren der Stadt lassen sich im neuen Naturpark neben Fußball auch andere kulturelle Veranstaltungen durchführen, für Erwachsene bieten sich in der fußballfreien Zeit Wanderungen unter Führung arbeitsloser Biologen an, für Kinder könnte man Märchenführungen organisieren, bei denen der Wanderführer aus dem reichhaltigen Fundus von nie umgesetzten Aussagen der FCS-Führungsriege vorlesen könnte.


Lässt man diese, und die vielen noch nicht erörterten Aspekte, noch einmal vor dem geistigen Auge Revue passieren, so wird man feststellen, dass das Modell vom Naturpark das einzig wirklich umsetzbare ist. Sagt nein zu Stahl, sagt ja zur Natur !

Freitag, 8. Januar 2010

Die große Testspieleuphorie

Die Attraktivität einer Winterpause begrenzt sich seit Ende des beliebten Traditions-Turniers der AH-Mannschaften in der Saarlandhalle auf Testspiele. Die Gegner heißen dann mal Überherrn, Dudweiler oder Pfullendorf, die interessanteren kommen aus Offenbach oder Mannheim. Selten sind da Gegner aus der Bundesliga - ausgenommen die Hinrunde 2009/10. Gegen Schalke und Dortmund schlug sich der FCS nicht schlecht und provozierte eine kleine Euphoriewelle, derer sich Christian Bost (a.k.a. "Manne") für Heft 5 angenommen hat.

Die große Testspieleuphorie

von Christian Bost

Wie lange ist es her, dass uns der letzte Bundesligist besucht hatte? Ganz genau, viel zu lange! Der FC Bayern München war am 17. Januar 2007 der letzte renommierte Testspielgegner. Wenn unser FC dann mal nach 2,5 Jahren endlich wieder einen Bundesligisten zu Gast im Ludwigspark hat, ist die Freude groß. Dieses Jahr durften die Fans sich sogar zwei Mal freuen, nach dem Schalke 04 und Borussia Dortmund nach Saarbrücken kamen.

Nach einer wirklich trägen und nicht immer glanzvollen Vorbereitung auf die aktuelle Saison (z.b. 2:3 Niederlage in Wiesbach), wurde die noch übrig gebliebene Aufstiegsfreude sehr auf die Zerreissprobe gestellt. Nach anfänglichen Lobeshymnen auf Dieter Ferner und das z.T. aus alten FCS-Rückkehrern zusammengestellte Team, wuchs nun die Skepsis, ob die Konstellation ausreichen würde, um das Ziel des Klassenerhaltes zu erreichen. Plötzlich erschien die Meldung, dass kurzfristig und eine Woche vor Saisonbeginn, Schalke 04 am 29. Juli 2009 zu einem Testspiel nach Saarbrücken kommt. Anlass war ein Benefizspiel, dessen gesamte Einnahmen an die Rudi-Kappés-Stiftung ging.

Wie sehr sich das Land auf einen Bundesligisten freute, spiegelte sich an den
Besucherzahlen wieder. Rund 20.000 Gäste fanden den Weg zum Ludwigspark. Prinzipiell gibt es zwei Sorten von Fans, die Einen halten von Testspielen rein gar nichts und die Anderen sehen diese Spiele gegen höherklassige Mannschaften als Messlatte unserer tatsächlichen fussballerischen Möglichkeiten. Um der ersten Gruppe von Fans Paroli zu bieten, wurde von Felix Magath bestätigt, dass Schalke mit der aktuellen 1. Mannschaft auflaufen wird. Dies schien dann doch noch einige Kritiker zu überzeugen, so dass die Ränge des Stadions gut gefüllt waren. Zum Spiel selbst. Saarbrücken präsentierte sich enorm stark und bewies eine große Kampfbereitschaft. Für einige Spieler war dies das Spiel des Jahres. Zur Halbzeit stand es nur 0:0, obwohl unser FCS die größeren Chancen hatte und mit etwas Glück und ohne Manuel Neuer im Tor schon 2:0 vorne liegen konnte. In der 2. Halbzeit zog Schalke 04 jedoch an und gewann somit am Ende 2:0. Nichts desto trotz war jeder von dieser hervorragenden Leistung der Blau-Schwarzen begeistert.

Die nächste Überraschung erfolgte dann im September. Es wurde verkündet, dass am 09. Oktober 2009 Borussia Dortmund nach Saarbrücken kommt. An dieses Spiel glaubte keiner
mehr, denn es wurde beim Wechsel von Marc Ziegler im Jahre 2007 mit in den Vertrag aufgenommen. Als sich monatelang und schließlich jahrelang keiner Mehr zu diesem Thema äußerte, weder auf Seiten des BVB's noch des FCS, war diese Vereinbarung für viele passé. Eventuell aus Frust über den schlechten organisatorischen Verlauf dieses Spiels oder einfach wegen der geringen Bedeutung fanden nur 6.000 Zuschauer den Weg in den Park. Hätten manche im Voraus gewusst, dass diesmal Saarbrücken als Sieger vom Platz gehen wird, wären es noch ein paar Tausend mehr geworden. Nach einem 3:2 Sieg über den BVB, welcher nur z.T. mit Stammspielern der Startelf auflief, war die Freude unter den Fans wieder riesig. Selbst Dieter Ferner konnte sich im Interview mit dem SR den Spruch nicht verkneifen: "Vielleicht spielen wir in der falschen Liga"

Unabhängig von beiden Positionen (Gegner und Befürworter von Testspielen), wer kann sich daran erinnern, was nach dem Schalke Spiel für eine Stimmung im FCS-Fanlager herrschte? Die Euphorie war enorm groß: der große FCS kann jeden schlagen, trotz den zwei Gegentoren 90 Minuten gefightet, absolut gigantische Torhüterleistung von Müller etc. Mit breiter Brust reisten die Fans eine Woche später nach Neunkirchen um Elversberg das Fürchten zu lehren. In den Köpfen der Spieler steckte immer noch das Spiel gegen Schalke und das man sich ja gut gegen den Bundesligisten verkaufte. Warum sollte also in Neunkirchen was schief gehen? Was folgte ist jedem bekannt. Die "Hinrichtung" (so Dieter Ferner) nach der historischen 6:0 Niederlage konnte keiner verstehen. Wie kann eine Mannschaft eine Woche zuvor fast einen Gegner der 1. Bundesliga schlagen, um dann nur eine Woche später gegen einen Kontrahenten aus der 4. Liga abgeschossen zu werden? Das Schlimme dabei war noch, dass nicht einmal spielerische Raffinessen dazu notwendig waren. Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach: niemals sollte man sich an Testspielen messen!

Wenn man sich als Fan dazu entscheidet ein Testspiel zu besuchen, dann sollte man trotz großer Euphorie den Verstand nicht verlieren und das Ergebnis oder die Spielleistung auf den normalen Ligabetrieb übertragen. Freude über einen blau-schwarzen Sieg ist schön und soll keinem verwehrt bleiben, doch sollte man den Ludwigspark in Saarbrücken lassen und nicht abheben. Wer jenes schafft, Fans als auch die Mannschaft, der wird längerfristig an Stärke gewinnen. Genau diese Stärke hat nämlich der SVE gefehlt, welche nach dem Jubel nun im Trubel versunken sind. Und dort will der FCS nicht landen.

Montag, 4. Januar 2010

Leuchtturm-Umfrage: Stürmer gesucht

Der Leuchtturm wünscht allen Lesern ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010 und meldet sich mit einer Umfrage zurück, die wohl das Topthema schlechthin behandelt, zumindest was die Diskussionen in Fanforen, im Stadion oder der Presse angeht.

Welchen Stürmer würden Sie gerne im FCS-Trikot sehen?

Der Leuchtturm hat für diese strittige Diskussion, in der mal mehr und mal weniger realistische Namensvorschläge genannt werden, eine Auswahl an Spielern getroffen, die entweder in der Presse genannt wurden, die auf irgendeine Weise mit dem FCS verbunden sind oder aber ganz einfach uns Redakteuren interessant erscheinen. Aus diesem Grund beschränken wir unsere Stürmersuche aus Spieler der 3. Liga, der Regionalliga und der Oberliga:

Sascha Mölders (24), RW Essen: Mit 14 Toren führt er die Torschützenliste an. Dem FCS wurde bereits ein Interesse nachgesagt, allerdings ist Mölders nur schwer finanzierbar.

Christian Knappmann (28), SC Verl: Knappmann hat zwar erst kürzlich den Vertrag verlängert, interessant ist der Stürmer der Verler (10 Tore) dennoch.

Ercan Aydogmus (30), Bonner SC: Aydogmus erzielte bereits zehn Treffer in dieser Saison und ist damit der herausragende Spieler einer sonst meist desolaten Bonner Mannschaft, die auf den Abstiegsrängen steht.

Yannick Kakoko (19), SpVgg Fürth II: Der Sohn von Etepe Kakoko spielte in der Jugend bereits für den FCS und den FC Bayern München. In der Regionalliga Süd erzielte er in 16 Spielen acht Tore.

Davit Bakhtadze (31), SF Köllerbach: Das Köllerbacher Urgestein spielt seine bislang stärkste Saison in der Oberliga Südwest und traf bereits 16 Mal ins gegnerische Tor. Das sind schon jetzt zwei Treffer mehr als in der vergangenen Saison.

Valentin Solovej (21), SV Auersmacher:
Mit sieben Toren ist Solovej maßgeblich am Erfolg der Überraschungsmannschaft der Oberliga Südwest beteiligt, zudem gehört er mit 21 Jahren zu den jüngsten Kandidaten in dieser Auflistung.

Arif Karaoglan (23), Borussia Neunkirchen: Spielte bis 2008 beim FCS und stammt aus der eigenen Jugend. In Neunkirchen blühte Karaoglan auf (8 Tore), allerdings handelte er sich nach dem Sieg über den FC Homburg eine Suspendierung ein.

Smail Morabit (21), Eintracht Braunschweig: Der Franzose war 2007/2008 für die SF Köllerbach aktiv und konnte sich dort in den Fokus höherklassiger Teams spielen. Allerdings strahlt er wenig Torgefahr aus und erzielte in dieser Saison noch keinen Treffer.

Die Umfrage endet am 31. Januar 2010. Aufgrund der Vielzahl der Auswahlmöglichkeiten ist es dieses Mal möglich, sich für mehrere Kandidaten zu entscheiden.