Montag, 28. Februar 2011

Interview mit Manfred Bender

Manfred Bender spielte über 10 Jahre für Bayern München, TSV 1860 München und den Karlsruher SC in der Fußball-Bundesliga und wurde in der Winterpause der Saison 1999/2000 vom 1.FC Saarbrücken verpflichtet. Er galt damals als exzentrisch, zu alt und vor allem zu faul. Obwohl man ihn schon mal des Öfteren im Saarbrücker Nachtleben antraf, was ihm den Spitznamen „Disco-Manni“ einbrachte, bot er im Dress des FCS sein ganzes Können auf feierte zum Saisonende den Aufstieg in die 2. Bundesliga. 2002 verließ Bender den 1. FC Saarbrücken.

Manfred Bender befindet sich momentan mit der nigerianischen U-20 Mannschaft in einem Trainingslager in Belek (Türkei). Wir danken ihm für die Zeit, die er uns gewidmet hat.


Leuchtturm: Manni, für viele Fans in Saarbrücken bist Du immer noch einer der populärsten und besten Spieler die jemals das blau-schwarze Trikot trugen. Du warst immer ehrlich und gingst gerade aus, was es Dir nicht immer leicht machte, bist aber vor allem für Deine Leistungen in der Aufstiegssaison unvergessen.
Welche Erinnerungen hast Du noch an die Zeit in der Landeshauptstadt?


Bender: Es war eine sehr schöne Zeit in Saarbrücken an die ich mich immer gerne erinnere und natürlich habe ich diese zwei Spiele gegen Siegen (4:0 vor 22.000 Zuschauern im Ludwigspark) und Elversberg (2:0) nicht vergessen, genauso wenig wie die anschliessende tolle Saison in der 2.Liga.

L: Seit Mai 2005 bist du im Besitz des Trainer A-Scheins, seit 2008 hälst Du den DFB-Fußballlehrerschein in den Händen. Nach den ersten Stationen in Österreich und einer sehr erfolgreichen Fußballtalentsuche im österreichischen Fernsehen bist du inzwischen Co-Trainer der U-20 Nigerias. Die Mannschaft des westafrikanischen Landes befindet sich in der Vorbereitung zur WM-Qualifikation. Was hat dich in das bevölkerungsdichteste Land Afrikas gezogen?

B: Es gab schon mal vor 2 Jahren eine Anfrage vom Nigerianischen Verband damals hatte ich wegen der Fernsehshow in Österreich keine Zeit. Jetzt hat es geklappt und es macht sehr viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten. Wenn es die politische Situation zulässt geht unsere Qualifikationsgruppe am 18.März in Libyen los. Unter allen Teilnehmer qualifizieren sich die Halbfinalsten für die FIFA U-20 WM im August 2011 in Kolumbien.

L: Wie siehst du eure Chance zur Qualifikation? Eure Gruppengegner sind u.a. Ghana, Kamerun und Gambia.

B: Schwer zu sagen, weil ich die anderen Mannschaften nur vom Namen her kenne. Ghana ist ja Titelverteidiger und Favorit in der Gruppe, aber eine Qualifikation zur WM ist hier in Nigeria natürlich Pflicht. Ich glaube damit ist alles gesagt.

L: Gibt es Spieler in Eurem Kader, die einmal den Weg auf die große Fußballbühne finden werden?

B: Ob sie es schaffen auf die ganz große Fußballbühne ist schwer zu sagen. Das hängt von vielen Faktoren ab. Alleine vom Talent her haben einige schon das Zeug dazu.

L: Zurück zum deutschen Fußball. Beim Tabellenführer der Bundesliga, Borussia Dortmund hat Sven Bender von seinen Mitspielern, in Anlehnung an Dich, den Spitznamen „Manni“ erhalten hat. Ehrt dich so was?

B: Das freut mich schon, wenn man das hört. Dadurch bleibe ich auch immer in Erinnerung ein bisschen zu mindestens.

L: Zum Abschluss die Frage: Angenommen der FCS sucht einen neuen Trainer - könntest Du Dir ein Engagement in Saarbrücken vorstellen?

B: Natürlich könnte ich mir das vorstellen!

L: Vielen Dank für das Interview, Manni!

Das Interview führte Jens Sellgrad, der auch die lesenswerte Seite saarbrueckentrikot.de betreibt.

Montag, 21. Februar 2011

(Neuer) Redaktionsschluss für Heft 8

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich sollte längst ein Leuchtturm mit der Nummer 8 irgendwo in Euren Regel, in Eurer Leuchtturm-Sammlung oder neben Eurem Klo liegen. Das tut es aber nicht, was auch einige Gründe hat, die ich nun erklären möchte.

Punkt 1 - Die Spielabsage gegen Offenbach

Geplant war Heft 8 zum Heimspiel gegen Offenbach im vergangenen Dezember herauszubringen. Das scheiterte, wie man sich leicht denken kann, an einer Spielabsage.

Punkt 2 - Der Inhalt

Mit der Spielabsage hätten wir ja leben können, um dann die Ausgabe in der Vorbereitungsphase bei Testspielen oder zum ersten Heimspiel 2011 zu verkaufen. "Hätten", wenn wir dann auch noch mit dem Inhalt zufrieden gewesen wären - viele Texte, etwa zur Mitgliederversammlung, Stadiontests, Meinungsbeiträge zur Fanblockfrage, unsere Leseprobe, ganze Interviews, sind 2011 nicht mehr aktuell. Da wir Euch keine alten Hüte andrehen wollen, wird was Neues gemacht!

Punkt 3 - Die (neue) Redaktion

In der Winterpause haben wir uns einige Gedanken über die Arbeit innerhalb der Redaktion gemacht, die bei fünf Redakteuren zwar einigermaßen zu bewältigen ist, aber bei mehreren Ausfällen in kurzer Zeit (und das kurz vor dem Redaktionsschluss) den übriggebliebenen Redakteuren schnell über den Kopf wächst. Deswegen werden wir nun in neuer Besetzung, ohne Abgänge, aber mit einigen Neuzugängen, am Erscheinen von Heft 8 arbeiten. Mehr zur neuen Redaktion werdet Ihr in Kürze erfahren. Es ist bestimmt nicht die letzte Neuerung des Jahres 2011...

Das ist der aktuelle Stand, was uns leider zur traurigen Botschaft bringt, dass es in dieser Saison nur noch einen Leuchtturm geben wird und das die neukonzipierte Ausgabe 8 sein wird. Der neue Redaktionsschluss ist deshalb am

10. April 2011


Wer sich mit Ideen, Leserbriefen, Kritiken oder auch gerne mit Grafiken an unserem Heft beteiligen will, nutzt bitte unsere Kontaktmöglichkeiten per Mail (redaktion - at - fcs-leuchtturm.de) oder schreibt uns auf unsere Facebook-Pinnwand!

Wir danken für die Geduld (mit unserem Heft, das dann NOCH besser wird. Versprochen!)

Carsten für die Redaktion

Freitag, 18. Februar 2011

Antwort des OFC-Fanradios

Das OFC-Fanradio hat den Offenen Brief unseres Leserbeauftragten "Scholtes" beantwortet. Dies möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

Liebe Kollegen,

vielen Dank für Euren offenen Brief, dieser hat bei aller Ernsthaftigkeit rund um die Geschehnisse, die Situation, wie ich finde, ebenso amüsant, wie auch absolut treffend beschrieben. Und das man mittlerweile auch wieder darüber schmunzeln kann, sollte die „Völkerverständigung“ erleichtern.

Und in der Tat, so wie der Mann im gelben Trikot, konnte auch mein Kollege Hansi am Dienstag nicht seinen allerstärksten Auftritt innerhalb seiner Fanradio-Karriere verzeichnen. Es war ja bereits in der Reportage zu vernehmen, dass ich einiges davon relativiert habe. Hansi hat sich jedoch mehrfach dafür entschuldigt und damit sollte es dann auch irgendwann mal gut sein.

Mein schärfste Aussage, für die ich auch nicht unbedingt den Pulitzer-Preis aus den Händen der FCS-Fans erwarte, war, „die Saarbrücker Zuschauer sind noch dümmer, als ihre Spieler“. Was Ihr ja nicht sehen (wenn Ihr gewollt hättet, jedoch hören) konntet, vor uns stellen sich Saarbrücker Fans auf (wohlgemerkt auf den Presseplätzen) sodass wir nicht mehr aufs Spielfeld sehen können. Mit hämischen Gesten können wir umgehen aber massive Drohgebärden während einer Liveübertragung, das war schon eine Situation, die uns das Fürchten um uns und unsere Technik geleert hat. Soviel zur Aussage in Richtung „der“ Zuschauer, was natürlich nicht bedeutet „die Saarbrücker Zuschauer“. Es war nicht meine Absicht zu verallgemeinern, im Gegenteil, es ging um „das Volk“ (so habe ich es ja später auch nochmal bezeichnet), welches uns massiv bedroht hat. In Richtung Spieler war natürlich Lerandy gemeint, und da sind sich ja auch alle FCS-Fans in Euren Foren einig, dass er, zumindest an diesem Tag, ein von Euch gefeierter Betrüger war.

Wir haben mittlerweile mehr als 200 Livereportagen (darunter Derbys, Abstieg usw.) produziert und das OFC-Fanradio genießt deutschlandweit höchstes Ansehen. Beinahe jede Woche erhalten wir zahlreiche, manchmal zig oder sogar hunderte von Mails aus dem gegnerischen Lager, die uns immer wieder höchste Anerkennung zollen. Es heißt immer wieder, sie sind parteiisch aber fair und fachlich sowie vom Unterhaltungswert absolut perfekt. Nun gut, ich sehe es Euch nochmals nach, dass uns am Dienstag keine ähnlichen Mails aus Eurem Lager erreicht haben ;-)

Also, was bleibt? Ihr habt die Punkte und durftet Euch, so lese ich es in Euren Foren, köstlich amüsieren und wir werden auch ohne Wulnikowski & Occean am Samstag siegen und eine dem OFC-Fanradio würdige Livereportage produzieren….übrigens, ohne Hansi, dafür aber mit Lutz Kammermeier und Marcel Reich Ranicki J Da ihr ja zeitgleich spielt, habt Ihr wohl eher nicht das Vergnügen wieder live bei nuns dabei zu sein aber wie das mit dem Podcast funktioniert das wisst Ihr ja jetzt…. ;-)

Rot-weiße Grüße in den Ludwigspark und alles Gute im Kampf um den Klassenerhalt!

Lars Kissner
OFC-Fanradio

Donnerstag, 17. Februar 2011

Brief von Scholtes ans OFC-Fanradio

Liebes OFC-Fänradio,

bei dem Brief versuchen isch mol, entgegen meiner annere Schreiwen, die meischdens uff der Seid vom Fänmagazin „Leuschdurm“ erscheine, en klein wenischd mehr Hochdeutsch se schwätze. Awwa gudd, als isch eier Sendung geheert hann: So vill Hochdeutsch schwätzen Ihr jetzt aach nommo net. Also sollde mir uns gudd verstehe!

In meiner Funktion als „Leserbeufftragder“ soll ich jó vornehmlisch das FCS-Fänzein kritisiere, awwa die wollde jetzt, dass isch was zum OFC-Fänradio sahn. Isch bin dann hingang unn hann mir die Sendung uff Eurer Webseid angeheert. Unn jó, verkehrt isses jó net, Fäns kommendiere für Fäns, ganz schöni Sach, awwa wie Ihr dann mit de Fans vom Eff-Zeh, also em Gegner umgehen, is schon en annere Sach.

Wenn man dó ab der zweite Halbzeit so Dinger loslässt wie:

„Ich habe noch nie eine Mannschaft so etwas gewünscht wie den Saarbrückern, nämlich nur Scheiße! […] da jubeln die hier auch noch!“

„Das is Betrug vom Feinsten!“

„Die Zuschauer strahlen über alle vier Backen, die sie hier haben … die haben keinen Grund zum Strahlen.“

„Und die Saarbrücker Zuschauer sind noch dümmer als die Spieler […] ist das ein Volk hier!“

„Komm sei doch glücklich dumm!“

Ganz ehrlisch: „Hansi heer uff!“, hat am Ende enner von Euch noch gesagt. Stimm isch jó zu, awwa das hätt er aach gudd noch zu sich selbschd sagen können.

Emotionen, Entschuldigungen unn so weiter hann Ihr immer wieder betont, um so Beleidigungen wie oben zu rechtfertige. Gudd, kann ma mache, is vielleicht ganz sinnvoll, nur: Hann Ihr Euch net mal gefragt, warum vielleicht die Saarbrücker Fäns irgendwann e klein wenisch sauer geworden sind? Also isch persönlich bin jo viel Geschrei vom Fußballplatz heer gewohnt, awwa normal losst sich dó net jeder alles gefallen.

Unn mich würd’s auch mol interessiere, wie die Zuschauer am Bieberer Berg reagiere würde, wenn vor ihne zwei Fänradio-Moderatore anfangen den Heimfäns „Scheiße“ zu wünsche oder sie als dumm zu bezeichnen. Wär das dann aach mit Emotione zu entschuldige? Isch persönlich glaab jo net, dass die Offenbacher dann hingehen unn sagen:
„Uns macht das nix aus, wenn Ihr uns dumm nennt, macht ruhig weiter!“

Die Redaktion vom „Leuschdurm“, die Leut dó, das sinn jó alles Studente, die wo lieber diskutiere unn nix mit Schlägerei unn so hann, halt annerschd uffgewachs als mir noch früher, die hann zu mir gemeint, dass bei nem Streit es „immer zwei Seiten“ gibt. Vielleicht hann se dómit recht – wenn aach sonschd mit garnix.

Deswege verbleibe isch mit besten, blauschwarzen Grüßen aus der Landeshauptstadt und der Idee, dass na vielleicht beim nägschde Mol im Ludwigspark, was jó ansteht, wenn Euer Mannschaft net ball die Kurv kritt, en bissje ruhiger in die Sache reingehn – unn net grad de Hansi vorbeischicken.

Euer Scholtes

Montag, 14. Februar 2011

Post von Claudio: Das Wochenende (Teil 2)

Lesen Sie hier den zweiten Teil von Claudio Mariottos Text "Das Wochenende", der uns freundlicher Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurde. Der Text wurde zeitgleich mit dem ersten Teil verfasst und aus Platzgründen aufgeteilt.

Am Abend verfolgte ich per Radio und Teletext das Spitzenspiel Inter Mailand – AS Rom. Es war ein großartiges Spiel. Inter gewann das Spiel mit 5 zu 3. Dort hat man einen Trainerwechsel vorgenommen. In 8 Spielen hat man den Rückstand auf den AC Milan von 14 auf 5 Punkte verkleinert. Dazu muss Inter noch ein Spiel nachholen. Hier weiß man wie man einen Trainer wechselt. Während einige in Saarbrücken unter dem Tannenbaum den 12. Platz feierten, dachte der Präsident von Inter nach, wie er den guten Benitez freistellen soll und ihn durch Leonardo ersetzen soll.

Aber mein Wochenende war noch nicht zu Ende. Wie jeder sterbliche Mensch gehe ich zu Bett und wusste schon am Abend, dass es am Montag nicht klappen würde. Durch die FCS-Aufregungen habe ich schlecht geschlafen, so dass ich am Montag und auch am Dienstag nicht zur Arbeit gehen konnte. Das muss man sich vorstellen. Man kann sagen, dass ich blöd geworden bin, aber es war so. Ich frage mich wieso ich so blöd geworden bin um 1.FCS-Anhänger zu werden. Dies haben mich schon einige gefragt. Na Ja, das Leben nimmt mal einen komischen Lauf.

Nun, wie soll es weitergehen? Ich kann nur die jungen 1.FCS-Anhänger aufmuntern verschiedene Initiativen weiterzuführen. Diejenigen, die die letzte Mitgliederversammlung durch eine Sonderaktion verursacht haben, sollen weiter am Ball bleiben. Wenn man heute verloren hat will dies nicht heißen, dass man auch morgen verliert. Nur die Aktion der Statutenänderung muss wiederholt werden, damit die Spitze des Vereins erneuert wird. Damit neues Blut mit neuen Ideen fließt. Junge Leute sollen sich auch für Verantwortungen im Verein bewerben, damit man von jung auf den Verein kennt. Junge soll man nicht herabwürdigen. Es gibt genügend Beispiele wo junge führende Kräfte Vereine auf Hochglanz gebracht haben. Dazu zitiere ich einige Namen wie Luca di Montezemolo bei Ferrari, Giovanni und sein Bruder Umberto Agnelli bei Juventus Turin, Ulli Hoeneß und andere bei Bayern, usw.

Vom Präsidenten Borgard möchte ich wissen wie er die Situation sieht. Wie denkt er korrekt über den Stadion-NIE-bau wirklich. Während diesem Wochenende dachte ich viel darüber nach. Ich versetzte mich in seine Schuhe. Er ist Präsident von einem Verein der seine eigenen Satzungen nicht einhält. Dies wurde ausreichend besprochen. Jetzt soll dieser Präsident bei sportlicher Talfahrt bei den verschiedenen Ämtern vorstellig werden, damit man ein neues Stadion baut. Er wird doch nicht ernst genommen. Die Ämter wissen doch wie es beim 1.FCS läuft. Ich versetze mich in die Hose der Oberbürgermeisterin. Die sagt sich wohl, was will dieser von mir. Wie verkaufe ich den Saarbrückern und den Saarländern den Stadionneubau. Es läuft ja nicht gut bei diesem Verein. Dieser Verein ist nicht glaubwürdig. Ich und die Saarbrücker haben doch andere Sorgen. Und so kann man weiterargumentieren.

Bevor man viel über die Buben redet, wie wäre es wenn man die Lage der Mädels verbessern würde. Diese spielen in der Bundesliga und messen sich mit bedürftigen Mitteln mit den besten Mädelschaften Deutschlands und Europas. Sie spielen gegen die besten Mädels die auf der Weltbühne des Fußballs Erfolg haben. Hier geschieht auch nichts, obschon der Aufwand viel geringer ist als bei den Buben.

Vom Vizepräsidenten möchte ich gerne wissen, wie er mir oder uns seinen Satz verkaufen will (dem Sinne nach): „… wir haben bis jetzt gegen die Mannschaften verloren, die in der Tabelle vor uns stehen …“ Wenn ich diesen Satz heute anwende heißt es, dass wir fast jedes Spiel verlieren werden. Zurzeit steht nicht viel hinter dem 1.FCS. Und gegen diese haben wir eine magere Bilanz.

Ich möchte gerne wissen, wie lange man uns mit Hinhalteparolen zu trösten versucht. Aber die Anhänger des 1.FCS dürfen eines nicht tun: Den 1.FCS aufgeben! Sonst fällt alles zusammen.

Deshalb schreien wir aus vollem Herzen:

VV 1.FCS an der Saar. Es lebe eine bessere Zukunft!

Sonntag, 13. Februar 2011

Ein magischer Abend...


...im Ludwigspark. Zum 3:2-Sieg gegen Dynamo Dresden empfehlen wir folgende Seiten:

Ludwigspark.de: Spielbericht
ultras-dynamo.de: Fotos Gästeseite

Freitag, 11. Februar 2011

Post von Claudio: Das Wochenende (Teil 1)



Unser Freund und Leser Claudio Mariotto aus Luxemburg hat uns einen kleinen Text über sein Wochenende geschickt. Diesen wollen wir den Lesern unseres Weblogs nicht vorenthalten. Aufgrund der Textlänge veröffentlichen wir "Das Wochenende" in zwei Teilen. Hier gibt es exklusiv den ersten Streich:

Jeder freut sich auf das Wochenende. Mir geht es auch so. Mein Wochenende beginnt fast immer am Freitag gegen 12:00 Uhr, weil ich fast jeden Freitagnachmittag Urlaub nehme.

Mein Freitagnachmittag begann sehr gut, weil ich endlich eine Lösung für den Bodenbelag des Hauseingangsflurs gefunden hatte. Am Abend hatte ich einen Termin im saarländischen Orscholz und ich glaubte in einem saarländischen Essgasthaus das SR-Fernsehen zu sehen, damit ich einige Nachrichten vom 1.FCS erhielt. Dem war nicht so. Ich sah in Begleitung, zu meiner Enttäuschung, RTL. So musste ich warten bis ich in meinem Erdgasmobil saß um das Resultat unseres 1.FCS zu erhalten. Die Uhranzeiger gaben 22:00 Uhr und ich erhielt meinen ersten Schock. Die Stimme sagte: „… Der 1.FCS bleibt weiterhin im Tabellenkeller. Der 1.FCS hat sein Spiel gegen Heidenheim mit 2 zu 0 verloren. …“ Die Nachricht schlug mir wie ein Stich aufs Herz und ich bekam fast Tränen in die Augen. Die Niederlage schmerzte sehr. Zu Hause angekommen wollte ich sofort Näheres wissen und schaute mir die Angaben auf Teletext an. Als ich sah, dass Zydko Rot bekommen hatte, war ich tief traurig. Nachdem Stiefler bereits Rot bekam ist dies ein Beweis, dass es in der Mannschaft nicht zum Besten läuft.

Wie jeder sterbliche Mensch ging ich müde ins Bett, da ich für Samstag ein gefülltes Programm hatte. Bevor es 6:00 Uhr wurde stand ich auf und konnte so voll konzentriert die Frühsportnachrichten auf SR3 gegen 6:23 Uhr verfolgen, damit ich genauere Informationen zum Spiel bekam. Hätte ich sie nur nicht gehört. Der spannende Moment kam und mich traf erneut ein Stich voll im Zentrum meines Herzens.

Zuerst einige Worte zum Spiel gegen Heidenheim. Man sagte, dass es eine Steigerung gegenüber dem Spiel gegen Jena gab, aber es reichte nicht. Wie so oft hat man einige Torgelegenheiten nicht verwertet. Aber was soll’s. Diesen saarländischen Blues kennen wir schon lange. Es gibt nichts Neues im Westen, nein im Saarland.

Aber dann kam die Nachricht die mich umhaute. „… Stephan Fröhlich steht ab sofort nicht mehr als Trainer des 1.FCS für die Mädchen zur Verfügung. Er hat einen 4-Wochen-Krankenschein eingereicht. …“ Diese Nachricht hatte gefehlt. Ich stellte mir die Frage, wie eine Person mit der ich am Mittwoch noch gesprochen hatte und die mir nicht unbedingt einen kranken Eindruck hinterließ, auf einmal so krank sein kann. Nein da stimmt was nicht.

Wie dem auch sei, ich fühlte mich nicht sehr wohl, so dass ich meine Termine absagte und so ging ich, nachdem ich gefrühstückt hatte, zurück ins Bett. Dort muss ich mich sehr wohl gefühlt haben, denn ich verbrachte dort meine Zeit schlafend bis 13:00 Uhr. Ich stand auf, obschon ich nicht in bester Verfassung war, zwang mich etwas zu essen. Zeitgleich verfolgte ich am Teletext die Entwicklung der Resultate der 3. Liga. Es ging auf und ab. Mal war der 1.FCS auf dem 17., dann auf dem 16. Platz und so weiter. Sogar waren augenblicklich 4 Vereine punktgleich mit 21 Punkten.

Gegen 15:05 Uhr gab Herr Thomas Wollscheid vom SR3 in der Sportsendung ein Interview mit dem 1.FCS-Präsidenten Paul Borgard. Er erklärte, dass die FC-Geschäftstelle gegen 10:30 Uhr den Krankenschein des Herrn Fröhlich erhalten hatte und eine Dreiergruppe sein Amt übernimmt. (Also in Saarbrücken erfindet man das neue runde Ei.) Zum Fall Luginger bekam man die Erklärung, dass die junge Vergangenheit gezeigt hat, dass es keinen Sinn hat kurzerhand den Trainer zu wechseln. Damit war das Gespräch zu Ende und erstaunlicherweise hakte Herr Wollscheid, entgegen seiner Gewohnheit, nicht mit zusätzlichen Fragen nach. Er hat sich das Seine wohl gedacht und ich muss einfach sagen, dass der Präsident nicht überzeugt hat, wer weiß ob er die Wahrheit gesagt hat. Dieses Gespräch hat mich entmutigt. Auf jeden Fall hat der Präsident mich nicht überzeugt.

Damit es mir besser ging trank ich gegen den Rat meines Arztes, keinen Kaffee zu trinken, weil er meinen Hautkrebs unterstützt, einen Espresso mit einem guten Stück Schokolade. Es ging mir besser, aber es war schwer. Ich sagte mir, dass wenn ich in Australien leben würde, wo der Hurrikan bläst, ich mich bestimmt nicht für den 1.FCS interessieren würde. Wäre ich in Bangladesch, wo der Regen Schlammlawinen verursacht, dann wäre mir der 1.FCS egal. Wäre ich in der Gegend vom Sahel, dann wäre es mir wichtiger ob ich einmal am Tag zu essen bekomme, als ob zu wissen wo der 1.FCS dran wäre.

Fortsetzung folgt...